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Ordination Dr. Medicus

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Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Fulvia Cardew am Do 19 Jun - 15:13:20

Hier befindet sich die Ordination von Dr. Medicus


Willkommen in der besten Ordination im gesamten Kapitol!
Geleitet wird sie von Dr. Christoph Medicus, einem sehr gewöhnungsbedüftigen Arzt.
Jeder wird sofort, nach Absprache, behandelt und Beschwerden gab es noch nie. Bei Benötigung eines Termins, einfach an meine Sekretärin wenden, diese berät sie gerne!


"Willkommen in unserer Ordination! Mein Name ist Candize Princ, haben sie einen Termin?"
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Fulvia Cardew


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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Beetee Baxter am Mo 23 Jun - 16:01:54

c.f. Beetees Labor

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:40 Uhr
(Marina,) Beetee & Dr. Medicus

Das erste, was Beetee auffiel, als er die Ordination betrat, war der penetrante Gestank von Putzmittel. Er rümpfte die Nase. Das war ja ekelhaft und ein weiterer Grund gleich wieder zu gehen. Warteraum-Atmosphäre war das Schlimmste. Latente Feindseligkeit denen gegenüber, die vor einem an der Reihe waren, schwebte in der Luft, alles sah so weiß und steril aus, der Raum überfüllt mit der potentiellen Energie, die verloren ging, weil all diese Menschen hier tatenlos herumsaßen, obwohl sie – er besonders – besseres zu tun hatten und natürlich die Angst vor der drohenden Untersuchung.

„Hier sieht es so voll aus…“, wandte er sich an Marina, obwohl kaum die Hälfte der Plätze besetzt war. „…wollen wir nicht lieber einen anderen Arzt suchen, ich glaube, der hier ist heute schon ausgebucht.“
Er wollte sich schon umdrehen und unauffällig hinausschlendern, aber irgendetwas in ihrem Blick ließ ihn seufzen und zur Rezeption gehen, die Dank der gigantischen Grusel-Wimpern der Sekretärin unmöglich zu übersehen war.

"Willkommen in unserer Ordination! Mein Name ist Candize Princ, haben Sie einen Termin?"
„Nein!“, rief er erfreut aus. „So ein Pech aber auch, dann komme ich wohl nächstes Mal wieder.“ Und zu Marina gebeugt, flüsterte er: „Vielleicht sollte ich besser in Distrikt 3 zum Arzt gehen. Wenn ich wieder zu Hause bin, hab ich auch mehr Zeit für solche Dinge.“
Er vermies es absichtlich, direkt zu behaupten, er würde hingehen, denn er wollte einer Freundin nichts versprechen, von dem er nicht vorhatte, es einzuhalten.

„Überhaupt kein Problem, Sie brauchen keinen Termin, der Herr Doktor wird sie bestimmt dazwischen schieben können.“, flötete Ms. Princ, zückte schon einen Zettel, um seinen Namen in feinsäuberlichen Buchstaben zu notieren. Nach der Frage, ob es sich bei seinen Beschwerden um eine Krankheit oder Verletzung handelte und dem Hinweis, dass er aufgerufen werden würde, wenn er an der Reihe war, drückte sie ihm einen Stift und ein Formular zum Ausfüllen in die Hand.
„Oh.“ Beetee betrachtete das Klemmbrett zwischen seinen Fingern wie einen Todfeind. „Danke.“

Er suchte sich einen freien Platz und winkte Marina heran, damit sie ihm beim Ausfüllen behilflich sein konnte.
Name war kein Problem, bei Alter war er schon kurz ins Strudeln gekommen und musste nach kurzer Überlegung aus der ausgefüllten Dreiundvierzig doch eine Vierundvierzig machen. Das änderte sich aber auch jedes Jahr, wie sollte man da mitkommen. Vielleicht sollte er künftig einfach nur mehr 'sehr alt' aufschreiben.

Neben Beruf setzte er ‚Sieger/Erfinder’ ein und dann wurde es richtig knifflig: "Verletzungsursache"
„Was soll ich da bloß schreiben?“, fragte er mehr sich selbst als Marina und kaute konzentriert auf dem Kugelschreiber herum. Das wahrheitsgemäße ‚Strahl eines Wasserwerfers’ kam ihm immer noch gefährlich vor. Zum Schluss wurde er als Aufrührer verhaftet.

Nachdem er gedankenverloren ein paar Pünktchen auf die Linie gezeichnet und die Kappe des Kugelschreibers angenagt hatte, entschied er sich für etwas, das zumindest keine komplette Lüge war.
‚starker Druck auf den Rücken aufgrund eines Unfalls’, kritzelte er nicht ganz unzufrieden mit sich selbst hin. Dann brachte er das ausgefüllte Blatt und den Stift zurück zur Rezeption, wo das Formular wohlwollend und der Kugelschreiber pikiert mit spitzen Fingern entgegen genommen wurde und – wenn Beetee das richtig gesehen hatte – direkt im Mistkübel landete.
Er zuckte entschuldigend mit den Schultern. Das war nicht unbedingt seine beste Angewohnheit, aber die ganze Atmosphäre hier machte ihn auch ziemlich nervös.
Schuldbewusst trabte er zu seinem Platz zurück und nahm sich fest vor, hier kein fremdes Eigentum mehr zu beschädigen.

Immer wieder wanderte sein blick auf die Uhr an seinem Handgelenk. Schwer zu glauben, dass sie angeblich erst seit zehn Minuten hier waren. Wenn er wenigstens Zeit gehabt hätte, etwas zum Arbeiten mitzunehmen, aber er hatte ja nicht einmal Notizheft und Kugelschreiber dabei, um ein paar Ideen festzuhalten und die Sekretärin nach einem weiteren Schreibgerät zu fragen, wagte er jetzt wirklich nicht mehr. Um die Zeit totzuschlagen, blickte er sich neugierig um.

Für ihn sahen die meisten der Patienten eindeutig krank aus, allerdings war er sich gerade bei den Damen oftmals nicht so sicher, ob sie tatsächlich so blass oder einfach stark geschminkt waren.
Nur bei der Frau neben ihm war ganz klar zu erkennen, warum sie hier war. Sie hatte zwei riesige Beulen auf dem Kopf, die beinahe wie Hörner aussahen. Was auch immer sie getroffen hatte, das musste richtig weh getan haben.

„Ich bin mir sicher, der Arzt bringt das in Ordnung.“, stellte er mitleidig fest und deutete auf die kolossalen Höcker, die sich unter der fulminanten Haarpracht auftürmten. „Tut es sehr weh?“
Die Dame kniff misstrauisch die Augen zusammen und betastete mit den Fingern ihren Kopf, dann riss sie die Augen auf, in denen sie seltsam gelbe Kontaktlinsen mit geschlitzten Pupillen trug, und fauchte ihn an – nicht im übertragenen Sinne. Beetee wich erschrocken zurück.

„Ich bin wegen meiner Schwangerschaft hier.“
„Ach so, ja das…sieht man natürlich ganz eindeutig!“, versuchte er sich rauszureden, aber irgendwie schien der seltsamen Frau diese Erklärung auch nicht zu gefallen. Sie hob ihre Hand, an der sie spitze, unnatürlich hart aussehende Fingernägel trug.
„Sieht sehr hübsch aus…das….“ Er deutete auf ihren missgebildeten Kopf. „..das…hier…“

„Beetee Baxter!“
„Oh, Gott sei dank!“
Er sprang sofort von seinem Sitz auf und wollte schon in Richtung Behandlungsraum flüchten, als ihm wieder einfiel, dass Marina davon gesprochen hatte, mit hinein kommen zu wollen.

„Ich glaube, mir wäre es lieber, wenn du draußen warten würdest.“, flüsterte er ihr zu. Davon abgesehen, dass es ihm peinlich wäre, wenn sie während der Untersuchung dabei war, wäre es ihm auch unangenehm vor dem Doktor, wenn er als erwachsener Mann seine Betreuerin als Begleitschutz mitbrachte. Er konnte ja wohl alleine zum Arzt gehen. Allerdings bekam er jetzt ein schlechtes Gewissen, weil er die arme Marina hier ganz schutzlos zurückließ.

„Aber sei vorsichtig und pass gut auf dich auf.“, bat er sie eindringlich und warf einen nervösen Seitenblick auf die Frau mit den hässlichen Höckern am Kopf. Die war eindeutig geisteskrank und überreizt.
„Mr. Baxter, Sie sind an der Reihe!“
„Ich muss los.“

Er hastete zum Behandlungsraum und war so erleichtert, den bohrenden Blick der fauchenden Frau zu entgehen, dass er dem Arzt am liebsten um den Hals gefallen wäre. Endlich konnte er es hinter sich bringen und dann wieder zu angenehmeren Dingen übergehen, wie der schlechte Beleuchtung in den Bergwerken von Distrikt 12, den Bewässerungsprobleme in 11 oder vielleicht sogar seinen anfassbaren Hologrammen.
Erleichtert riss er die Tür auf und stolperte hinein.
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Beetee Baxter
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Marina Stonem (n.a.) am Do 26 Jun - 18:21:34

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:40 Uhr
Marina, Beetee & (Dr. Medicus)


Wunder geschehen! Ich hätte niemals gerechnet, dass ich Beetee bis in die Praxis bekomme, doch jetzt stehen wir hier und er scheint überhaupt nicht froh darüber zu sein. „Hier sieht es so voll aus…“ sagt er, doch verdrehe ich nur die Augen, da noch nicht einmal 6 Leute warteten. „…wollen wir nicht lieber einen anderen Arzt suchen, ich glaube, der hier ist heute schon ausgebucht.“ Er machte Anstalten sich umzudrehen und setzt einen Fuß vor den Anderen, während ich ihn mit zusammengekniffenen Augen fixiere. „Du bleibst schön hier.“ Ihm bleibt nichts anderes übrig und scheinbar weiß er das auch, denn er seufzt auf und geht missmutig zu der Sekretärin, die ihn sogleich fröhlich begrüßt und sich als Candice Princ vorstellt.

Auf die Frage hin, ob er einen Termin hätte antwortet er ein wenig zu euphorisch mit Nein. „Vielleicht sollte ich besser in Distrikt 3 zum Arzt gehen. Wenn ich wieder zu Hause bin, hab ich auch mehr Zeit für solche Dinge.“ Ehe ich ihm über den Mund fahren kann um ihm zu sagen, dass er sich das schön von der Backe schmieren soll, drückt die skurrile Sekretärin Beetee einen Stift und ein Klemmbrett in die Hand, während sie meint, dass er kein Termin bräuchte.

Ein Stückchen von den anderen Patienten entfernt, sucht sich Beetee einen Platz und ich setze mich gleich neben ihm, während ich etwas näher komme, natürlich nicht zu nah, um das Formular besser zu sehen. Auch wenn ich noch nie bei diesem Arzt war, so ist das bürokratische Prozedere überall dasselbe. Zumindest im Kapitol, in Distrikt 3 scheint es anders zu sein, denn komischerweise trägt Beetee ein falsches Alter ein. Normalerweise tun das nur Frauen, die entweder in den Wechseljahren oder viel zu stolz sind, um sich ihr wahres Alter einzugestehen. Doch korrigiert er das schnell wieder, was mich aber trotzdem zum Schmunzeln bringt und füllt die restlichen Daten schnell aus. Nur bei der Verletzungsursache scheint er kurz zu überlegen. „Was soll ich da bloß schreiben?“ Ich zucke die Schultern, doch dann merke ich, dass die Frage nicht an mich, sondern an ihn selbst gerichtet war.

Nach einiger Zeit des Überlegens, schreibt er dass es unfallbedingt ist und sofort fällt mir wieder das Gespräch mit Wiress ein. Wie konnte man nur so aneinander vorbeireden, wobei ich die einzige war von uns Beiden war, die anscheinend jedes einzelne Wort falsch aufgegriffen hatte. Gestern war es mir noch peinlich, doch jetzt könnte ich mich auf den Boden schmeißen und vor lauter Komik lachen.

Sobald Beetee das Formular und den Stift brav zurückgebracht hat, sitzen wir nur da und schweigen uns an. In Wartezimmern war es mir schon immer unangenehm zu reden, da jeder hören kann, was man sagt. „Ich bin mir sicher, der Arzt bringt das in Ordnung.“ Eilig schnellt mein Blick zu Beetee, dann zu einer dämonischen Gestalt, die wahrscheinlich eine Frau sein soll. Etwas unsanft stoße ich ihn mit meinen Ellenbogen an um ihn darauf hinzuweisen, dass Leute im Kapitol nun einmal so seltsam aussehen … auch wenn es wirklich den Anschein hat, als wären sie krank. Kopfkrank.

„Ich bin wegen meiner Schwangerschaft hier.“ Faucht sie und sofort frage ich mich, welcher Mann so eine wie die schwängern würde. Da kriegt man doch Alpträume von! „Ach so, ja das…sieht man natürlich ganz eindeutig!“ Normalerweise tue ich es nie, wirklich nie so offensichtlich, aber dieses Mal schlage ich mir wirklich die Hand an die Stirn und schüttle mit dem Kopf. Man kann doch nicht zu einer schwangeren Frau sagen, dass man es ihr ansieht. Da hätte er gleich behaupten können, sie wäre fett. Doch übel nehmen kann ich Beetee das nicht, eigentlich ist es sogar recht amüsant und irgendwie niedlich. „Sieht sehr hübsch aus…das….“ Er zeigt auf ihren Satansähnlichen Schädel und ich mache mich schon einmal bereit, dazwischen zu gehen, falls Lady Gothic sich dazu entscheiden sollte, ihn anzugreifen.

Viel falsch sagen, kann er jedoch nicht mehr, denn sein Name wird aufgerufen und mehr als erleichter springt er mit einem 'Gott sei Dank' auf. Während er sich auf den Weg in das Behandlungszimmer machte, greife ich nach meiner Handtasche um ihm zu folgen, doch dreht er sich kurz vor der Tür noch einmal um. „Ich glaube, mir wäre es lieber, wenn du draußen warten würdest.“ Flüstert er und ich nicke ihm mit einem Lächeln auf den Lippen zu. Zwar wäre ich gerne mit reingekommen um sicher zu gehen, dass der Arzt ihm auch wirklich hilft, aber wenn es Beetees Wunsch ist, so warte ich gerne. Die Hauptsache ist, er wird wieder gesund.
„Aber sei vorsichtig und pass gut auf dich auf.“ „Keine Sorge, das werde ich. Falls etwas sein sollte schreie ich einfach. Dasselbe gilt auch für dich.“, lache ich und sehe zu wie er hinter der weißen Tür verschwindet.

Währenddessen lasse ich mich wieder auf den Stuhl nieder und versuche die durchbohrenden Blicke dieser komischen Frau zu ignorieren. Es ist einfacher gesagt als getan, da sie wie ein riesiger schwarzer Punkt vor einer weißen Leinwand wirkt, den man einfach nicht übersehen kann. Vorsichtig lächle ich sie an und hoffe, dass sie mich dafür nicht umbringt. „Glückwunsch zur Schwangerschaft.“, sage ich gespielt fröhlich, doch werden ihre Augen immer enger und ich befürchte, dass sie mir gleich das Tor zur Hölle öffnet. Am besten bleibe ich ab sofort ganz still und blättere ein wenig durch eine neue Modezeitschrift, die ich mir vom Tisch genommen habe. Ich brauche ganz dringend ein neues rotes Kleid.
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Gast am So 29 Jun - 19:39:09

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:43 Uhr
Beetee & Dr. Medicus

An meinem Stift kauend blicke ich auf die heutige Patientenliste. Wieder in Haufen idiotischer Kapitoler, die wegen jeden kleinen Schmerz zu mir kommen. Mehr als ihnen die Wundersalbe anzubieten, kann ich sowieso nicht tun und trotzdem suchen sie mich immer wieder auf anstatt die Salbe einfach selbst zu kaufen – das Geld dafür sollten sie ja besitzen, wenn sie es sich leisten können mich aufzusuchen. Soviel Erfolg hatte ich nicht erwartet, als ich ins Kapitol geschickt wurde. Ich habe diese Entscheidung nie in Frage gestellt, da ich ja weiterhin meinen Beruf ausleben kann, ohne Vorschriften von Leuten zu bekommen, die keine Ahnung von Medizin haben, noch wissen was die Desoxyribonukleinsäure ist. Ich habe nicht dieses Studium angefangen um jetzt im Kapitol zu landen und eine Arztpraxis zu führen, die wegen jeder Kleinigkeit aufgesucht wird. Meine Sekretärin ist wohl das Schlimmste an diesem Laden hier – die Kleine sah, bei unserem ersten Treffen aus, wie ein Clown. Sie wollte unbedingt etwas „ungewöhnliches“ tun, weshalb sie um eine Anstellung bat, doch ich wollte niemanden Merkwürdiges in meiner Praxis. Wenn ich schon hier sein musste, dann wollte ich nicht jedes Mal einen Herzinfarkt bekommen, wenn ich in der Früh hier rein kam. Inzwischen hatte ich mich an ihre außergewöhnlichen Wimpern gewöhnt, die ab und zu recht gut aussahen und ihre schönen Augen betonten. Im Grunde sah sie wirklich gut aus, doch ich hatte keine Zeit sie länger anzublicken, wenn wir in der Arbeit waren und ich spreche sie nur an, wenn es unbedingt sein muss. Zum Teil, weil ich niemals, von mir aus, ein ernsthaftes Gespräch beginne und zum anderen weil ich ihren unmöglichen Namen immer falsch ausspreche. Zwei Mal habe ich schon eine Ohrfeige kassiert und seitdem suche ich jedes Mal einen neuen Spitznamen aus, den sie offenbar immer liebenswerter findet – wahrscheinlich nur, weil sie den wahren Hintergrund nicht kennt, sonst würde sie mich wohl schon wieder verprügeln. Das Einzige positive daran ist wohl, dass ich mich im Zweifelsfall selbst verarzten kann und nicht vor ihren Augen verbluten würde. Diese Frau konnte einen schon in den Wahnsinn treiben und ich würde sie vermissen, wenn ich wieder in dreizehn bin, da bin ich mir sehr sicher. “Chris!“ vor meinen Augen schnippt eine Hand mit silber-lackierten Fingernägeln. Mein Blick wandert von ihrer Hand, über ihre Schultern, bis ich auf ihren verärgerten Blick stoße. Fragend ziehe ich die Augenbrauen hoch und bete, dass ich nichts Falsches gemacht oder gesagt habe – in den letzten Wochen. Diese Frau war unglaublich nachtragend! Erst letzte Woche hat sie mich wieder angeschrien, weil ich vor vier Wochen einen Termin versäumt hatte. Ich selbst hatte das natürlich schon wieder vergessen, aber sie natürlich nicht. Candize vergaß nichts und niemanden. “Mr. Baxter, Sieger aus Distrikt 3 ist hier. Er hat zwar keinen Termin, aber ich bin mir sicher, dass du ihn dazwischen schieben kannst, oder etwa nicht?“ Ihre Frage war im Grunde garkeine. Es war eine Feststellung, denn sie wusste, dass ich ihr nie wieder Wiedersprechen würde, das hatte sich auch als Fehler herausgestellt und sie hatte null  Skrupel mich noch einmal zu verprügeln – die Angst gekündigt zu werden, war noch nie vorhanden gewesen, wahrscheinlich hatte ich auch Angst vor dieser Reaktion ihrerseits. „Natürlich schick ihn gleich rein, Süße Cand“ Ich versuche charmant zu sein und kurz entdecke ich eine kleine Röte auf ihrer blassen Haut, im nächsten Moment schubst sie mich aber auch schon beiseite und verlässt den Raum wieder, während ich direkt gegen meinen Tisch rolle und dabei fast vom Stuhl falle. Erleichtert – dass ich keine Wunde habe –  seufze ich kurz auf und wundere mich über mein unglaubliches Glück, an genau die Kapitolerin zu geraten, vor der ich am Meisten Angst habe. Ich bin ein wahrer Glückspilz.

Ich gebe den Namen des Patieten, welchen ich sicher schon einmal gehört habe nur leider will mir nicht in den Sinn kommen warum, ein. Candize hatte bereits erwähnt, dass er Sieger aus Distrikt drei war, aber das konnte wirklich jeder sein. Als Erstes springt mir ein Bild auf den Bildschirm, welches mich zum Lächeln bringt. Er war also Teil der Verrückten-Gang von Distrikt 3! Er und seine – wie sich herausgestellt hatte – Flamme aus dem gleichen Distrikt. Miss Blair, oder die zukünftige Mrs. Baxter? Ich würde ihn auf jeden Fall um eine Einladung zur Hochzeit bitten und vielleicht wollte Candize mich ja begleiten? In der Öffentlichkeit konnte mir mit ihr nicht soviel passieren, wie wenn ich sie zum Essen einladen würde. Da wären wir alleine und sie könnte mich, ohne mit dem Auge zu zucken, wegen jeder Kleinigkeit, umbringen.

Überrascht drehe ich mich wieder um, als sie abermals mein Zimmer betritt. In der Hoffnung, dass sie mich in Ruhe lässt, wenn ich freundlich bin, lächle ich sie an. “Grins nicht so idiotisch. Du hättest mir ja sagen können, dass ich das Formular vergessen habe, anstatt mich jetzt auszulachen!“ Sofort vergeht mir mein Lächeln. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben: „Was man alles bei Frauen falsch machen kann“. Damit habe ich auf jeden Fall genug Erfahrung und kann zukünftige Generationen davor bewahren von Frauen geschlagen zu werden. Mit einem Nicken nehme ich ihr das Formular ab, als sie auch schon wütend davon stöckelt. Ich werde Schmuck kaufen müssen. Sehr viel Schmuck und teuer noch dazu. Danach verzeiht sie mir vielleicht für ein paar Minuten.

Mit Interesse beobachte ich das Formular und versuche daraus schlau zu werden, an seiner Schrift musste der Sieger eindeutig arbeiten, soviel stand fest und jetzt wundert es mich auch nicht, dass Cand das hier vergessen hatte. Eigentlich war es ein Wunder, dass sie es nicht sofort verbrannt hatte. Über sein Alter schien er auch nicht wirklich Beschied zu wissen, das dachte ich mir in dem Moment als ich gesehen habe, dass er sich verschrieben hatte. Aus Neugier überspringe ich den Rest und mein Blick wandert zur Verletzungsursache, in der Hoffnung, dass dort „Großer Stein flog gegen meinen, mit Wissen gefüllten Kopf“ stand, aber natürlich wurde ich enttäuscht. Zumindest war die wirkliche Antwort aber genauso Amüsant. Ein Unfall? Ich werfe einen Seitenblick auf mein Tablet, auf dem man noch ein Standbild von dem „Paar“ sieht. Ich kann mir schon vorstellen, was das für ein Unfall gewesen sein muss und schüttle lachend den Kopf. Hoffentlich hatte Miss Blair nicht auch Verletzungen davongetragen aber vielleicht nahm er sein Werkzeug auch mit ins Bett? In diesem Fall tat mir die Siegerin einfach nur Leid, aber wenn man der Beschreibung glauben konnte, war sie auch nicht ohne. Was hatten sie da nur veranstaltet! Ich muss ihn dringend um Tipps für das Buch bitten! Darunter fiel mein Blick aber noch auf eine kleine Notiz von meiner sehr geschätzten Assistentin. „Schlechte Angewohnheit: kaut an Stiften“. Den Kopf schüttelnd lege ich das Blatt beiseite und tippe alles ins Tablet ein.

Nach noch kurzer Zeit, drehe ich mich zur Tür als diese schon wieder aufgeht und das Genie höchstpersönlich in mein Behandlungszimmer stolpert. Soviel dazu. Ich rolle auf meinem Drehsessel auf ihn zu und halte ihn davon ab zu Stolpern, indem ich seinen Arm festhalte und ihn somit dazu zwinge gerade stehen zu bleiben. „Mr. Baxter nehme ich an? Wie geht es Ihnen? Was gibt’s neues in Panem? Haben Sie Schmerzen?“ Ich spreche meine üblichen Fragen aus und blicke ihn neugierig an. Das war also der Kopf vom 3. Distrikt. Etwas enttäuschend, wenn man bedenkt, was man alles von ihm hört. Da es das Etikett verlangt, stehe ich kurzerhand auf und bin plötzlich eineinhalb Köpfe größer als er. Es war sogar enttäuschender als ich selbst dachte. Da ich es nicht zurückhalten kann tätschle ich ihm den Kopf und lächle leicht. „Es wird alles wieder gut, Beets“

Ich führe ihm zum Bett und bitte ihn sich hinzusetzten. Mir ist bewusst, dass er deutlich älter ist als ich, aber hier musste er auf mich höre, ob er das nun wollte oder nicht. Im zweiten Fall konnte er nur hoffen, dass ich bei guter Laune war, denn sonst wäre er schneller ohnmächtig als er „Wiress“ sagen konnte und dann müsste ich das wieder Candize erklären, die mir sowieso nur den Hals umdrehen würde, aber einen frechen Patienten konnte ich einfach nicht gebrauchen. Ich hole mir noch einmal das Formular und rolle auf meinem Stuhl zu ihm, nachdem ich die Tür geschlossen habe. „Leiden Sie öfters unter Gedächtnisverlust, Mr. Baxter? Oder wurden Sie als Baby vielleicht fallen gelassen? Sie müssen sich nicht schämen, das kann uns doch allen passieren, ich mache Ihren Eltern natürlich keine Vorwürfe!“ Scherzend lehne ich mich zurück und blicke ihn grinsend an. Ich hätte ihn sicher auch fallen gelassen, er sah nicht nach dem Typ aus, der gerne berührt wurde, aber Miss Blair beherrschte offensichtlich Praktiken, die ihn Einhalt geboten, wenn er sich schlecht benahm. „Hier steht Sie sind Erfinder! Arbeiten Sie gerade an etwas Bestimmtes? Wissen Sie, ich habe es nicht so mit den modernen Sachen, ich arbeite lieber mit den zuverlässigen Alten Sachen“

Nachdem ich ein nettes Gespräch am Anfang geführt habe, wie meine reizende Freundin es mir beigebrachte hatte, lege ich das Papier aus der Hand, rolle zu meinem Tisch und hole mein schwarzes Stethoskop aus der Schublade. Natürlich war hier alles farblich abgestimmt, dafür hatte der Designer gesorgt und nun lebte ich in einer schwarz-weißen Ordination. Mein größter Wunsch seitdem ich drei Jahre alt bin. Eigentlich kann ich froh sein, dass hier nicht alles Pink ist. „Ziehen Sie bitte ihr Oberteil aus, damit ich die Wunde genauer betrachten kann. Vielleicht brauchen wir sogar ein Röntgen.“ Verkünde ich fachlich und lächle ihn mit meinem Arzt-Lächeln an. Wenn wir beide Glück haben, konnte er in weniger als zehn Minuten wieder gehen und im schlimmsten Fall musste er morgen wiederkommen. Ich hoffe inständig, dass Miss Blair ihn nicht schlimm zugerichtet hatte.
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Beetee Baxter am Mo 30 Jun - 16:04:41

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:45 Uhr
Beetee & Dr. Medicus

Kaum hatte Beetee sich gefangen und Gelegenheit gehabt, einen ersten Blick in den Behandlungsraum zu riskieren, rollte etwas auf ihn zu. Erschrocken machte er einen Satz zurück und wäre gleich noch einmal gestolpert, wurde aber durch einen festen Griff am Handgelenk, daran gehindert, wieder aus der Tür hinauszufallen.

„Mr. Baxter nehme ich an? Wie geht es Ihnen? Was gibt’s neues in Panem? Haben Sie Schmerzen?“
Beetee fühlte sich ein wenig überfordert mit der Menge an Fragen, aber vor allem der Geschwindigkeit, mit der sie ihm an den Kopf geworfen wurden. Hatte der Kerl gerade gefragt, was es Neues in Panem gab? Er musterte ihn neugierig. Aber da die Frage nur ganz beiläufig eingestreut war, hatte sie bestimmt nichts zu bedeuten.

Eines Tages würde er die Genies in Distrikt 13 darauf aufmerksam machen, dass dieser Code zwar in der Tat subtil, aber irgendwie auch zu subtil war. Automatisch fragte er sich, wie viele Leute in Panem herumliefen und dachten, sie hätten einen Mit-Verschwörer vor sich, wenn es in Wirklichkeit doch nur jemand war, der beim Smalltalk zufälligerweise eine unglückliche Formulierung gewählt hatte.
Er entschied sich die vielen Fragen nacheinander und in Ruhe abzuarbeiten.

„Ja, richtig. Beetee Baxter. Sehr angenehm.“ Mehr oder weniger.
„Sie sind der behandelnde Arzt nehme ich an?“, hakte er vorsichtig nach. Immer noch ein kleines bisschen hoffnungsvoll, dass der Kerl mit ‚Nein’ antworten und ihn einfach nach Hause schicken würde. Im Grunde brauchte er keinen Arzt. Er brauchte nur sein Labor und ein kleines bisschen Ablenkung, der Rest würde sich dann von selbst ergeben. Irgendwann gingen die Schmerzen immer weg.

„Mir geht es…nicht so gut im Moment, ehrlich gesagt.“ Sonst wäre er ja wohl kaum hier, oder? „Und über den Rest von Panem weiß ich nichts, aber in Distrikt 3 wird fleißig gearbeitet.“
Er versuchte nicht zu viel Bedeutung in seine Worte zu legen, da es sich hierbei wohl bestimmt nur um eine Fragen-Gleichheit handelte und er nicht seltsam wirken wollte.
„Und ja, ich habe Schmerzen.“ Warum zur Hölle sollte er sich sonst durch ein Wartezimmer voller Verrückter und in den Behandlungsraum eines merkwürdigen Arztes quälen?

Gerade dachte er darüber nach, seine Gedanken offen auszusprechen – dank seines Rückens war er im Moment wirklich nicht bester Laune und alles andere als geduldig – da stand der Kerl auf und Beetee blieben die Worte einfach im Hals stecken.
Der war ja riesig! Und bedeutend breiter als er selbst.
Der Arzt tätschelte ihm den Kopf als wäre er ein Kleinkind und Beetee zog ihn automatisch ein Stück ein.

„Es wird alles wieder gut, Beets“
„Ähm…danke?“ Solange Dr. Medicus ihn nicht weiterhin Beets nannte, bestimmt. Er hatte ja nur ein wenig Rückenschmerzen.
Der Arzt schubste ihn in Richtung Behandlungsbett und Beetee nahm nervös Platz. Als auch noch die Türe geschlossen wurde, fing er an, beunruhigt darauf hin und her zu rutschen und mit den Fingern gegen den harten Kunststoffüberzug zu trommeln.

Hoffentlich war das schnell vorbei. Wofür hatte der Kerl denn studiert? Als Arzt sollte er nur einen Blick auf ihn werfen, eine Diagnose stellen und ihn wieder gesund machen. Dafür wurde er schließlich bezahlt. Fürstlich vermutlich, wenn man sich die Einrichtung hier so ansah. Einige der Instrumente sahen wirklich spannend aus und Beetee streckte automatisch die Finger danach aus, während Dr. Medicus in irgendeinen Zettel vertieft war.

„Leiden Sie öfters unter Gedächtnisverlust, Mr. Baxter?“
Schuldbewusst zog er die Hand wieder ein und tat so als hätte er sich nur strecken wollen. Stattdessen sah er den Arzt verdutzt an.
„Gedächtnisverlust?“, wiederholte er leise. Was sollte das denn mit seinen Rückenschmerzen zu tun haben? Doch Dr. Medicus schien ihm ohnehin nicht zuzuhören, sondern ratterte gleich weitere Fragen herunter.
„Oder wurden Sie als Baby vielleicht fallen gelassen? Sie müssen sich nicht schämen, das kann uns doch allen passieren, ich mache Ihren Eltern natürlich keine Vorwürfe!“
Als Baby fallen gelassen?
„Das…das weiß ich nicht. Ich glaube eigentlich nicht…“, stammelte er. „Aber ist das nicht eine Spur zu lange her, um die Ursache für die Blutergüsse zu sein?“
Davon abgesehen, dass er die wahre Ursache ja ohnehin kannte. Der sollte etwas dagegen tun, statt die Gründe dafür aufzuklären. Er brauchte einen Arzt, keinen Ermittler!

„Und ich persönlich habe noch nie ein Baby fallen gelassen.“, fügte er mit etwas mehr Nachdruck – und nicht ganz ohne Stolz – hinzu. Zwar war er bei seinen Nichten anfangs ein wenig nervös gewesen und kränkender Weise war ihm seine Schwester geradezu panisch auf Schritt und Tritt gefolgt, wenn er sie im Arm gehalten hatte – als wäre fallen lassen eine durchaus wahrscheinliche Option gewesen – aber er hatte immer gut aauf die beiden aufgepasst. Und jetzt bekam eines der Babys schon sein eigenes Baby. Er war so unglaublich alt! Kein Wunder, dass er Rückenbeschwerden hatte!

Wie waren sie überhaupt auf dieses unangenehme Thema gekommen, das hatte doch überhaupt nichts mit seinem Unfall zu tun?
„Sind Sie eigentlich ein…richtiger…Arzt?“, hakte er misstrauisch nach. Irgendwie kam ihm dieser rollende Sonderling nicht übermäßig seriös vor. Vielleicht sollte er doch lieber gehen und Marina davon überzeugen, es in einer anderen Ordination zu probieren, aber dann musste er noch einmal durch die Wartezimmer-Hölle durch…

„Hier steht Sie sind Erfinder! Arbeiten Sie gerade an etwas Bestimmten? Wissen Sie, ich habe es nicht so mit den modernen Sachen, ich arbeite lieber mit den zuverlässigen alten Sachen“
Beetees Miene erhellte sich schlagartig. Endlich ein Thema über das er gerne sprach. Vielleicht war der Arzt doch kompetenter als es zuerst den Anschein gemacht hatte.
„Ich habe gerade die Arbeit an einem neuen Beleuchtungssystem auf Biolumineszenz-Basis beendet.“, erklärte er stolz. „Das wird die Beleuchtung in schwer zugänglichen Bereichen wie tief unten in Bergwerken revolutionieren. Und alles anhand dessen, was wir von Leuchtkäfern, -quallen und einigen Tiefseefischarten lernen konnten. Die Natur ist überaus faszinierend.“
Und dort gab es noch immer so viel mehr zu entdecken. So viele Projekte, die seiner Aufmerksamkeit bedurften.

„Außerdem arbeite ich im Moment an einer Methode, um Hologramme fühlbar zu machen und heute hatte ich spontan die Idee, eine Art technische Hilfe zu bauen, die dem Anwender den Körper einreibt, wenn man niemanden hat, der das macht…die könnten Sie dann eigentlich gleich in Ihrer Ordination mit den Salben gemeinsam vertreiben…“
Für einen Arzt musste sich das doch einfach wie eine gute Idee anhören, denn bestimmt litten auch noch viele andere Menschen an der Diskriminierung von Alleinstehenden, durch nur zur äußeren Anwendung geeigneter Medizin für schwer erreichbare Körperstellen.

Egal ob es Dr. Medicus ernsthaft beeindruckte, oder nicht, er ließ sich jedenfalls nicht dadurch von der Arbeit abhalten.
„Ziehen Sie bitte Ihr Oberteil aus, damit ich die Wunde genauer betrachten kann. Vielleicht brauchen wir sogar ein Röntgen.“
Jeglicher Enthusiasmus wich aus Beetees Gesicht. Er hasste Arzt-Besuche. Warum konnte der Kerl ihn nicht behandeln, ohne dass er sich ausziehen musste? Er konnte ihm die Verletzung sogar detailliert beschreiben. Bluterguss am Rücken. Was gab es da denn mehr zu wissen?!

Er wollte irgendwelche Tabletten, die das Ding verschwinden ließen und somit dafür sorgten, dass er wieder in Ruhe und ganz entspannt arbeiten konnte, ohne fürchten zu müssen, nicht mehr vom Arbeitstisch hochzukommen, wenn er sich zu lange über ein Projekt gebeugt hatte.
„Muss das wirklich sein…?“, fragte er kleinlaut, begann aber artig, wenn auch ganz, ganz langsam, sein Hemd aufzuknöpfen. Diese dämlichen Friedenswächter. Da hatte er sogar schlichten wollen und was war der Dank dafür? Jetzt saß er hier bei einem durchgeknallten Arzt und musste diesem seinen nackten Oberkörper präsentieren. Einem oberflächlichen Kapitoler noch dazu.

Mit sehr viel Mühe und zusammengebissenen Zähnen schaffte er es, den Stoff alleine abzustreifen. Vielleicht konnte man dieser ‚helfenden Hand’ auch noch eine Ausziehfunktion als Zusatzfunktion einbauen. Zusatzfunktionen – der Gedanke hob seine Laune für einen kurzen Moment.

Allerdings nur für einen sehr kurzen Moment, denn dann musste er sich umdrehen und dem Arzt seinen Rücken zeigen, der - wenn sich seit gestern nicht überraschend viel geändert hatte - keinen besonders hübschen Anblick bot. Wobei die Kapitoler knallbunt ja bekanntlich sehr gerne mochten. Vielleicht war Beetee derzeit also sogar modischer unterwegs als je zuvor in seinem Leben.

„Ich bin vor zwei Tagen…ähm…gestürzt.“, erklärte er nervös. Mitten in einen Wasserwerfer, kein besonders empfehlenswertes Hobby. „Die Treppe hinunter. Normalerweise würde ich einfach warten, bis die Schmerzen von selbst weggehen, aber gestern bin ich auf meinem Arbeitstisch eingeschlafen…“ Leicht angeheitert und stark übermüdet, aber das erwähnte er lieber nicht.

„…und das hat die Angelegenheit nicht unbedingt besser gemacht. Ich bin nicht mehr der Jüngste, da macht der Rücken wohl nicht mehr jedes Abenteuer mit…“, versuchte er zu scherzen, um die angespannte Ordinations-Atmosphäre zu überspielen.
„Jedenfalls hat mich unsere Betreuerin dazu gezwungen mich untersuchen zu lassen. Sie sitzt draußen und passt auf, dass ich nicht davonlaufe. In Ihrem hübschen Wartezimmer voller…charmanter Menschen, die kaum ungehalten über kleinere Missverständnisse reagieren…“
Hoffentlich lebte Marina überhaupt noch und diese verrückte Frau mit den Hörnern hatte sie nicht schon mit Haut und Haaren aufgefressen – bei Schwangerschaftsgelüsten wusste man ja nie.
Nicht, dass er wegen seines dämlichen Rückens am Ende auch noch das Leben einer Freundin auf dem Gewissen hatte.
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Gast am Di 8 Jul - 22:12:58

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:48Uhr
Beetee & Dr. Medicus

Im Grunde war dieser Tag nicht anders als die Anderen. Ich war schon herumgeschubst worden, hatte zwei Termine vergessen und Candize' Namen falsch ausgesprochen – so wie jeden Tag, den ich mit ihr verbringen durfte. Der charmantesten Kapitolerin im gesamten charmanten Kapitol. Wie lange ich schon hier bin, kann ich nur an meinen blauen Flecken abzählen – es sollten ziemlich genau eineinhalb Monate sein, die ich hier als „Spion“ absolviert habe. Warum man genau einen Arzt hierhin schickt, ist mir noch immer schleierhaft, aber die ehrenwerte Präsidentin weiß immer einen Grund und wenn ich sie fragen würde, würde sie einen so guten Grund finden, dass ich selbst mehr als nur überzeugt sein werde. Bei Lichte gesehen, ist es gut dass ich hier bin, in dreizehn erwartet mich nichts und auch niemand. Hier habe ich immerhin eine überfürsorgliche Assistentin, die ihren Job etwas zu ernst nimmt und mir gestern die Essensreste vom Mund gewischt hat. Streng genommen ist es kein Wunder, dass ich mich nicht dazu durchringen kann diese Frau auf ein Abendessen einzuladen, das würde sich anfühlen, als würde ich mit meiner Mutter essen gehen, aber auch das ist nicht mehr möglich.

Da ich mich aber wieder um einen wehleidigen Patienten kümmern muss, schiebe ich den Gedanken an meine verstorbenen Eltern beiseite und betrachte den armen Kerl, dessen Liebesgefährtin, nicht ganz so sanft zu sein schien. Als ich das Interview gesehen habe, dachte ich mir schon, dass sie DAS neue Traumpaar im Kapitol sein würden – Candize hatte schon geschwärmt, was ein eindeutiger Beweis war, dass es jeder gesehen hatte. Wenn selbst der Verrückte aus drei ein Liebesleben hatte, dann sollte ich das doch hinkriegen? Stattdessen sitze ich mit einer wunderschönen Frau fest, die mich erdrückt und einer anderen, die ich morgen begrüßen darf. Im zweiten Fall hoffe ich einfach, dass sie ausgeschlafen ist und nicht allzu mühselig. Nein, eigentlich hoffe ich, dass sie den Termin vergisst, aber darauf kann ich noch länger warten. „Sind Sie eigentlich ein…richtiger…Arzt?“ Bei dieser Frage muss ich regelmäßig schmunzeln. Ich bin kein richtiger Arzt, was soviel bedeutet, dass meine Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist. Wäre ich in dreizehn geblieben, wäre ich dieses Jahr fertig geworden, aber nun könnte ich etwas mehr Praktisches machen, auch wenn es sich nur um Salbe auftragen handelte. Da meine Lügen aber sehr zu wünschen übrig lassen, beschließe ich die Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten. „Wären Sie sonst hier? Ich meine, wenn ich kein Arzt wäre hätten sie auch einen Bäcker aufsuchen können?“

Ich interessiere mich nicht wirklich für seine neusten Erfindungen, die eigentlich mehr als nur unnötig waren, aber wenn ich ihn nicht frage und Candize stolz davon erzählen kann, bringt sie mich um. Nach ein paar Notizen rutscht mir doch der Stift von der Hand und ich blicke ihn entgeistert an und muss mir tatsächlich ein Lachen verkneifen. Er arbeitet an einer elektrischen Hand, die ihn an nicht erreichbaren Körperteilen eincremt? Ich dachte immer, dass ich keine Ahnung von Frauen habe, aber mein Freund hier, scheint es schlimmer getroffen zu haben. Er hatte doch eine Freundin warum brauchte er dann … Oh. Dann nenne ich mal eine Beziehung, diese Wiress muss ja eine Menge Fantasie haben, diese Frau muss ich kennenlernen, vielleicht hat sie Tipps für das Buch? „Sie können sehr stolz auf diese Beziehung sein und ihre Vorlieben sind sehr … bewundernswert!“

Mr. Baxter scheint alles andere als begeistert zu sein, dass er sich ausziehen muss, aber was hatte er erwartet? Dass ich als Arzt über einen Röntgenblick verfüge, der es nicht nötig macht meine Patienten zu untersuchen? Wenn ich nur daran denke, dass ich jedes Mal, wenn ich Candize anblicke – und das kommt oft vor – sie praktisch nackt vor mir sehe, spüre ich schon ihre flache Hand an meiner Wange. Sie würde mit hundertfünfzig Schichten mehr zur Arbeit kommen, nichtsahnend, dass das nichts helfen würde. Der Gedanke lässt mich doch etwas schmunzeln und vielleicht sollte ich Fulvia – die Hoheit persönlich – fragen, was sie davon hält. Vielleicht könnte ich dann endlich herausfinden, wie es sich anfühlt eine Ohrfeige von beiden Seiten gleichzeitig zu bekommen? In diesem Fall hatte es etwas Gutes, dass sie Cand nicht leiden konnte, so würden sie sich nicht gegen mich verbünden.
Dafür, dass ich selbst keine Ahnung hatte, denke ich eindeutig zuviel an Frauen, die sich außerhalb meiner Liga befinden. Ich sollte mich eigentlich um meinen Patienten kümmern, doch wenn er schon seine praktische Hand hatte, muss ich doch nichts weiter tun, als ihm die Salbe zu geben, dann könnte ich auch weiter über mein verkorkstes Leben nachdenken.
Beinahe fallen mir die Augen aus dem Kopf, als ich diesen wunderschön riesigen blauen Fleck sehe. Das muss eine mehr als interessante Beziehung sein, die sie da führen. Im Fernseher sah die Siegerin aus drei so zart und zerbrechlich aus, aber das hier bewies das Gegenteil. Du liebes Bisschen! Auf diese Erklärung bin ich nun doch etwas gespannt, auch wenn ich mir sicher bin, dass mir keine schmutzigen Details zu Ohren kommen werden. Obwohl ... Spes moritur ultima.
„Ich bin vor zwei Tagen…ähm…gestürzt. Die Treppe hinunter. Normalerweise würde ich einfach warten, bis die Schmerzen von selbst weggehen, aber gestern bin ich auf meinem Arbeitstisch eingeschlafen…und das hat die Angelegenheit nicht unbedingt besser gemacht. Ich bin nicht mehr der Jüngste, da macht der Rücken wohl nicht mehr jedes Abenteuer mit… Jedenfalls hat mich unsere Betreuerin dazu gezwungen mich untersuchen zu lassen. Sie sitzt draußen und passt auf, dass ich nicht davonlaufe. In Ihrem hübschen Wartezimmer voller…charmanter Menschen, die kaum ungehalten über kleinere Missverständnisse reagieren…“ ich kann mir das Grinsen einfach nicht verkneifen. Dieser junge Mann ist einfach unglaublich! Wer hatte gedacht, dass es so ein leidenschaftliches Paar in Distrikt 3 gab? Dahin hätte ich ziehen sollen, dort nahmen die Frauen auch Verrückte, das färbt vielleicht ab wenn ich Candize mitnehme? Der - in meinem Träumen geplante - Urlaub konnte eigentlich schon beginnen. Danach würde ich mich einfach selbst verarzten oder so eine praktische Hand bei meinem neuen Idol kaufen. "Das ist alles halb so schlimm, ich creme sie schnell ein und dann geht es dem kleinen Beets in einer Stunde wieder besser, was hältst du davon?" Das hier musste nicht länger als nötig in die Länge gezogen werden, auch wenn ich mich freuen würde, ihn wieder zu begegnen. In diesem Fall würde ich einen Block mitnehmen um Notizen für das Buch zu machen. Das würde ein Bestseller werden, wenn ich es schreiben würde. Der Titel könnte auch geändert werden in: "Was man als Mann alles bei Kapitolerinnnen falsch machen kann." Es auf Fulvia und Candize zu spezialisieren würde mir nur wieder meinen Kopf kosten und den will ich behalten, wenn ich weiter meinen Job ausleben will.
Ich hole die Tube mit der heilenden Creme, die meinen Arbeitsplatz bedroht und schmiere etwas auf meine Hände, nur um die Kälte in meiner Hand zu spüren. Wenn ich etwas mehr Zeit haben sollte, würde ich schon herausfinden, was dieses Ding mit dem Menschlichen Körper machte. Mein "Studium" war mit diesem Ding hinfällig und das störte mich ein kleines Bisschen.
Langsam nähere ich mich seinem Rücken und überlege noch, ob es nötig sein wird eine Spritze bereitzuhalten. Er würde schon keinen Ärger machen und wenn doch konnte ich mir anderweitig helfen. Es müsste schon eine große Ironie sein, wenn die eigene Erfindung gegen einen verwendet wurde. In Mr. Baxter's Fall wäre es am Besten, wenn er sich nicht allzu viel bewegen würde. Ich halte nichts von Gewalt, aber Unfälle konnten sehr schnell passieren und ohnmächtig zu sein hatte auch seine Reize, man konnte einfach "chillen" - wie die Jugend von heute sagen würde. Was ich mit seiner Betreuerin mache, liegt noch in den Sternen, aber um die konnte sich ja Cand kümmern, die kannte sich mit Frauen aus. Noch einmal schüttle ich den Kopf. Verfluchtes anziehendes weibliches Geschlecht! Nun muss ich mich doch auf die Arbeit konzentrieren! Ich reibe mir noch einmal die Hände und lege sie vorsichtig auf seinen sehr bunten Rücken. Das muss ein harter Aufschlag gewesen sein. "Erzählen Sie mir Beets, besitzen sie und ihre Lebensgefährtin kein Bett? Sie müssen doch dauernd von Stiegen fallen, wenn sie sich dem Koitus hingeben! Oder ist ihr Liebesleben nicht so aktiv, wie ich denke?" Ich bin der Typ Mensch, der gerne andere Ausfragt nur um sie besser kennenzulernen, aber dieses kleine Hobby von mir wird nicht immer genug geschätzt und vorallem bei meinen zwei Lieblingsfrauen bin ich an Ecken und Kanten gestoßen, aber unter Männern sollte das doch in Ordnung sein? "Wie haben sie sich eigentlich kennengelernt? Oder liegt es einfach daran, dass sie beide Sieger sind und somit die gleiche Vergangenheit teilen?" Ich kann mir gut vorstellen, dass es immer so ist. Bei "Ich-bin-das-Zeichen-der-Rebellion" und "Weichei-Mellark" scheint es auf die gleiche Weise zu funktionieren. Wenn also Candize und ich Tribute wären, würden wir eine nette kleine Familie bilden, mit einer pinken Katze als Haustier. Erst jetzt bemerke ich, dass ich noch immer seinen Rücken eincreme und es langsam etwas seltsam wird. Bedacht ihn nicht mehr als nötig zu berühren, nehmen ich meine Hände weg und gehe zum Waschbecken. "Sie haben übrigens einen sehr weichen Rücken Beets. Wie ein Babypo! Schon mal einen berührt?" frage ich grinsend.

(Fußball hat begonnen, leider keine Zeit mehr für Korrektur, mache ich später Very Happy )
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Beetee Baxter am Fr 11 Jul - 14:08:00

15. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
15:55 Uhr
Beetee & Dr. Medicus

„Sie können sehr stolz auf diese Beziehung sein und Ihre Vorlieben sind sehr … bewundernswert!“
Beetee lächelte den Arzt zufrieden an. Endlich jemand, der ihn verstand und ja, es stimmte schon, es war quasi eine Art Beziehung, die er mit seiner Arbeit führte. Zumindest hatte er durch seine vielen Erfindungen und Projekte ja auch keine Zeit für Dinge wie Frauen kennenlernen oder ausgehen. Manche Menschen hatten eben Wichtigeres zu tun als ihren Sexualtrieb zu befriedigen – obwohl das zugegebener Weise hin und wieder schon auch ganz nett wäre...oder einfach nur nicht ständig alleine aufzuwachen.

Umso schöner, dass es noch Leute gab, die seine wahren Vorlieben – Technik und Naturwissenschaften – und den Enthusiasmus, mit dem er diesen nachging, zu schätzen wussten. Lösungen für Probleme zu finden war sein Leben und zum Glück hatte er ja dazu noch Wiress, die ihn verstand und mit der er sich über alles austauschen konnte.

Zu schade, dass sie sich nicht lieber weiter über seine Erfindungen unterhalten hätten können, statt dass er jetzt tatsächlich – beinahe nackt! - untersucht wurde.
Und der boshafte Kerl grinste auch noch beim Anblick seines Rückens! Das war nicht besonders professionell. Immerhin hatte Beetee große Schmerzen. Er hätte bestimmt nicht darüber gelacht, wenn der Arzt unter einen Wasserwerfer geraten wäre, das war doch grausam.

"Das ist alles halb so schlimm, ich creme Sie schnell ein und dann geht es dem kleinen Beets in einer Stunde wieder besser, was halten Sie davon?"
Je schneller er hier rauskam, desto besser und wenn Beetee in einer Stunde tatsächlich wieder einsatzbereit war, wäre er sogar tatsächlich bereit, ihm dieses fiese Grinsen zu verzeihen. Oder den dämlichen Spitznamen. Wenigstens nannte er ihn nicht Minus.
„Das klingt sehr gut.“, antwortete er gezwungen enthusiastisch, gab sich große Mühe sein Unwohlsein über diese leidige Situation, zu überspielen.
„Dann kann ich eigentlich wieder direkt in mein Labor fahren. Ich habe heute eh noch eine ganze Menge zu erledigen.“

Vor allem musste er sich mit Mrs. Auburn wegen ihres dämlichen Aquariums treffen und wenn er schon dabei war, konnte er vielleicht nebenbei unauffällig nachhaken, ob damit zurechnen war, dass sie dieses Jahr wieder Distrikt 3 ein wenig sponserte. Wozu baute er den ganzen unnötigen Mist denn sonst – abgesehen davon, dass er mehr oder weniger vom Kapitol dazu gezwungen wurde? Aber es war besser bei passender Gelegenheit jetzt schon mit der Sponsoren-Suche anzufangen, denn sollte er wirklich selbst in die Arena müssen, konnte er nicht automatisch damit rechnen, dass sich jemand verlässlich darum kümmern würde. Wiress hatte natürlich jahrelang beobachtet, wie er das machte und würde sich mit Sicherheit alle Mühe geben, aber auf andere Menschen zuzugehen, fiel ihr nun einmal nicht leicht und der Rest der Sieger ihres Distrikts war...

KALT! Beetee fuhr automatisch zusammen, wodurch er sich verkrampfte und sein Rücken noch mehr schmerzte. Dass der Arzt darauf herumdrückte half auch nicht gerade.
„Au. Au. Au. Au.“, jammerte er bei jeder Berührung. Vielleicht lernte der Kerl ja dadurch etwas vorsichtiger zu sein. Doch irgendwann dürfte die Salbe angefangen haben zu wirken und er seufzte erleichtert. Das war wirklich besser. Zumindest fing das angenehm betäubte Gefühl jetzt einmal außen auf der Haut an und würde sich vermutlich – oder hoffentlich – weiter bis in die Wirbelsäule ziehen, bis er in seinem Labor zurück war.

"Erzählen Sie mir Beets, besitzen Sie und Ihre Lebensgefährtin kein Bett?“
WAS?! Sein Kopf fuhr hoch und sofort tat ihm wieder das Genick weh. So viel zur Entspannung.
„Sie müssen doch dauernd von Stiegen fallen, wenn Sie sich dem Koitus hingeben!“
KOITUS?! Er konnte spüren, wie alle Farbe aus seinem Gesicht wich. Wie konnte dieser Kerl...wie kam er dazu...wie kam er überhaupt auf die Idee...?! Beetee wollte etwas sagen, aber als er den Mund aufmachte, kam nur warme Luft raus.

„Oder ist ihr Liebesleben nicht so aktiv, wie ich denke?“
„Welches Liebesleben?!“, platzte er endlich heraus und machte ein beleidigtes Gesicht. Dieser Typ mit seinen Muskeln und seinem maßgeschneiderten Arztkittel und seiner blöden, schicken Ordination machte sich ganz eindeutig über ihn lustig! Er war hergekommen, um seine Rücken untersuchen zu lassen, nicht um sich Spott darüber anzuhören, dass er in den letzten Jahren vielleicht nicht ganz so erfolgreich in privaten, wie in beruflichen Dingen gewesen war!

„Wie haben sie sich eigentlich kennengelernt? Oder liegt es einfach daran, dass sie beide Sieger sind und somit die gleiche Vergangenheit teilen?"
„Was...wer...was?! Wiress?!“, stammelte er verwirrt und endlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Dieser dumme Kapitoler dachte natürlich ebenfalls, dass er und Wiress...und etwa auch, dass sie das hier...?
„Wieso sind eigentlich alle so besessen von der Idee, dass Wiress und ich unbedingt ein Paar sein müssen?“
Seine Stimme klang sehr viel ärgerlicher als er gewohnt war, beinahe aggressiv, aber er hatte wirklich genug von diesem Mist!

„Ist das Konzept von 'normaler Freundschaft' zwischen einem Mann und einer Frau, wirklich noch nicht bis zu Ihnen durchgedrungen?“
Mit 'Ihnen' meinte er eigentlich das komplette, verdummte, sensationssüchtige Kapitol, aber egal wie wütend er war, er konnte es sich wirklich nicht leisten in einem öffentlichen Gebäude Anschuldigungen gegen die Hauptstadt Panems hervorzubringen, also musste der Arzt für 'alle' herhalten.

„Und außerdem...“ Er kam gerade erst richtig in Fahrt. „..selbst wenn wir ein Paar wären, was niemals der Fall sein wird, weil wir – so nahe wir uns stehen mögen - in diese Richtung einfach nichts füreinander empfinden, wie können Sie nur denken, dass Wiress, einer der sanftesten Menschen Panems, so etwas...“ Beetee deutete auf seinen Rücken und verzog das Gesicht, weil er sich dabei etwas ungeschickt bewegt hatte. „...mit mir machen würde und das auch noch...auch noch bei...wie sollte man sich dabei so verletzen, ich wäre schon froh, wenn ich überhaupt...“ Seine Ohren liefen rot an und er konnte spüren, dass sich die Farbe langsam aber sicher über sein gesamtes Gesicht ausbreitete.

„Jedenfalls war das ein Arbeitsunfall...“, schwindelte er ein bisschen. „und Wiress war nicht einmal in der Nähe und eigentlich dachte ich, es wäre ihr Job, das in Ordnung zu bringen und nicht mich mit intimen Fragen zu löchern.“
Er atmete tief durch und seufzte nicht ganz unzufrieden mit sich selbst. Nur weil er sich immer Mühe gab, sich im Kapitol nichts zu Schulden kommen zu lassen, musste er sich wirklich nicht jede Frechheit gefallen lassen. Genug war genug. Der Arzt schien sich davon allerdings nicht besonders aus der Ruhe bringen zu lassen.

"Sie haben übrigens einen sehr weichen Rücken Beets. Wie ein Babypo! Schon mal einen berührt?", fragte er seelenruhig, während er sich die Salbe von den Fingern wusch.  
Was zur Hölle? Dieser Kerl war wirklich nicht normal. Und was sollte das mit seinem Rücken? War das eine Anspielung darauf, dass er nicht so durchtrainiert war? Konnte ja nicht jeder Brutus Cunningham sein. Er zog seinen 'weichen Rücken' schnell wieder an und knöpfte das Hemd zu, um sich weniger schutzlos den blöden Sprüchen dieses oberflächlichen Kapitolers ausgeliefert fühlen zu müssen.

„Habe ich zufälligerweise.“, antwortete er verstimmt. „Ich habe meine Nichten regelmäßig gewickelt.“ Er dachte scharf darüber nach. „Gut, nur manchmal....eine von ihnen...vielleicht war es auch nur einmal, weil ihre Mutter meinte, man müsste unbedingt zuerst auswischen und dann pudern oder so etwas...das ist doch jetzt auch gar nicht wichtig.“
Beete schüttelte irritiert den Kopf. Dieser Kerl brachte ihn völlig aus dem Konzept.

„Jedenfalls vielen Dank für ihre Hilfe! Ich fühle mich schon sehr viel besser.“
Er sprang auf und streckte sich demonstrativ, obwohl diese Bewegung immer noch weh tat, aber er würde sich zumindest sehr viel besser fühlen, wenn er hier endlich raus war und der Arzt hatte ja angedeutet, es würde ungefähr eine Stunde dauern, bis alles in Ordnung war. Falls der überhaupt von irgendetwas eine Ahnung hatte und seinen Beruf nicht nur ausübte, um fremde Menschen unangebracht lange und gründlich einzucremen und ihnen dazu intime Fragen zu ihrem Privatleben zu stellen!

„Ich werde Sie ganz bestimmt weiterempfehlen.“
Leuten wie Brutus, Enobaria, Johanna oder gar Snow persönlich!
Diese blöde Hand zum Eincremen. Wenn er die gehabt hätte, hätte er sich diese Tortur komplett erspart. Oder eine Freundin. Aber dass er so eine Hand baute, war doch deutlich wahrscheinlicher, als dass er doch irgendwann noch eine Frau finden sollte und weniger zeitintensiv wäre die Erfindung auch.
Aber bevor er in nächster Zeit noch einmal einen Arzt aufsuchte, würde er sogar eher eine Katze an einen Stock binden und damit die Salbe auf seinem Rücken verteilen! Er bewegte sich langsam und vorsichtig in Richtung Tür und hoffte, dass er damit endlich entlassen war.
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Starletta Mayflowers am Di 28 Okt - 22:33:45


18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
13:30 Uhr
Starletta Mayflowers & Dr. Chris Medicus

Als sie fertig war, wollte sie eine der Cremes raufschmieren, wusste aber, dass es eine gab, die die Wirkung hatte, verletzte Haut schnell zu verheilen. Aber einer der Sprays hatte, so eine ähnliche Wirkung. Welches sollte sie nur nehmen. Sie wollte ja nichts falsch machen. Leider stand keine brauchbare Information auf der Verpackung, außer ein paar Begriffe, die eindeutig aus der Medizin kommen, aber in Stars Augen nur Fremdwörter waren. Star wollte ihren Vater anrufen und fragen, doch dann erinnerte sie sich wieder an die Party, die vor zwei Monaten war im Kapitol. Ihr Vater hatte ja ihr einen Arzt vorgestellt, der beste in Kapitol angeblich. Dr. Chris Medicus. Er war sicherlich in der Lage ihr zu helfen. Schnell besorgte sie sich seine Nummer und rief dort an. Die Nummer war aber nur die von seiner Praxis, deswegen ging auch nicht er direkt ans Telefon, sondern eine Frau nahm ab.

„Guten Tag. Mein Name ist Starletta Mayflowers. Könnte ich bitte mit Dr. Medicus sprechen? Ich habe einen kleinen Notfall hier und bräuchte unbedingt seinen Rat.“ „ Einen Moment bitte.“, teilte die Dame am Telefon ihr mit. Zum Glück dauerte es nicht lange, schon hörte sie wie Chris das Telefon nahm. „Guten Tag, Mr Medicus. Vielleicht erinnern Sie sich noch an mich. Mein Vater, Marcius Mayflowers, hat uns vorgestellt bei einer Party vor ungefähr zwei Monaten. Ich bräuchte bitte ihren Rat. Mein Tribut ist ausgerastet und hat einen anderen Sieger niedergeschlagen und zwar so stark dass er komplett K.O ist. Er ist bewusstlos und sein Gesicht schaut auch nicht gerade wie neu aus. Können sie mir helfen? Ich weiß absolut nicht, was ich ihm von den Sachen, die ich da habe, verabreichen soll.“
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Gast am Mi 19 Nov - 22:26:33

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
13:30 Uhr
Starletta Mayflowers & Dr. Chris Medicus

Ich sehe den Patienten vor mir nur durch einen Wolkenschleier vor meinen Augen. Say hätte ich heute nicht anrufen dürfen, es war ein Fehler meinerseits gewesen, ich hätte ahnen müssen wohin das führt. Wir können inzwischen nicht einmal telefonieren ohne einen Grund zum Streiten zu finden. So lächerlich das auch klingen mag, ich vermisse die alte Say, die die ein wenig albern war und noch über vieles Lachen konnte. Das heute war nicht die Person, die ich mal kannte.

Zum gefühlten Hundertsten Mal versuche ich meine Gedanken zu ordnen und mich darauf zu konzentrieren was vor meinen Augen passiert und das obwohl ich nicht einmal die geringste Ahnung von dem habe, was diesem Kapitoler "anscheinend" fehlt. Dauernd kommen sie wegen Kleinigkeiten und zahlen Unmengen an Geld für ein und die selbe Behandlung. Kein Wunder, dass Distrikt 13 versucht das hier zu entfernen. Es ist irrational.
Ich verabschiede mich freundlich von dem Mann ... oder der Frau. Im Moment bin ich mir nicht sicher, gehe aber dennoch mit hinaus und bedanke mich für den Besuch.

Kaum stehe ich draußen und will Cand fragen, auf welches Geschlecht sie wohl tippt, sehe ich sie am Telefon und das eher wenig erfreut. Wobei ... Wirklich erfreut ist sie selten. Sogleich reicht sie mir den Hörer und ich lausche gespannt der Stimme am anderen Ende der Leitung, welche schon zu reden begonnen hat, ohne auch nur eine Pause zu machen.
Ich kann nur hilflos zu Cand blicken, selbst als die Frau mir erklärt wer ihr Vater ist. Mein Namengedächtnis hatte schon immer etwas zu wünschen übrig gelassen, doch mit diesen komischen Namen im Kapitol wurde es nicht besser. Ich deute hilflos auf den Hörer und blicke zu Cand. Stellten sich Menschen nicht sonst immer vor, bevor sie zu reden beginnen? Meine fleißige Assistentin beginnt auf einen Blatt Papier fein säuberlichste einen Namen aufzuschreiben. Starletta. Starletta ... Star! "Star, meine Teuerste", rufe ich begeistert ins Telefon, das wär dann wohl die erste Person, die ich beim Namen kenne.

"Ich weiß nicht, was du für Mittel dabei hast. Ist zufällig die Creme dabei? Die solltest du auf jeden Fall auf der Wunde auftragen und ihn in sein Abteil bringen damit er sich ausruhen kann. Vielleicht entfernst du auch den Raufbold aus seiner Umgebung. Flüssigkeit ist wichtig und ich kann gerne später persönlich vorbeischauen, wenn du das willst und sobald ihr im Kapitol seid.", versuche ich so gut es geht zu erklären und warte geduldig.

"Melde dich einfach wenn es soweit ist und halte mich auf den Laufenden, dann wird es ihm sicher bald besser gehen." Ich kenne ihre natürliche Art nicht, aber das Beste wäre wohl mit etwas positivem anzufangen. "Wie ist es sonst so gelaufen? Hast du deine Tribute bekommen? Ich werde auf jeden Fall offizieller Sponsor!", erkläre ich weiter und lächle ein wenig. Darüber wird sie sich sicher freuen.


PS: Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat ich sitze im Prüfungsstress und komme gerade zu wenig. Ich hoffe es passt trotzdem! Very Happy
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Re: Ordination Dr. Medicus

Beitrag von Starletta Mayflowers am So 30 Nov - 20:50:55

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
13:30 Uhr
Starletta Mayflowers & Dr. Chris Medicus


„Star, meine Teuerste.“, hörte Star Chris Stimme am Ende der anderen Leitung. Star war erleichtert. Er konnte sich doch noch an sie erinnern, obwohl es zwei Monate her war. „Ich weiß nicht, was du für Mittel dabei hast. Ist zufällig die Creme dabei? Die solltest du auf jeden Fall auf der Wunde aufgetragen und ihn in sein Abteil bringen damit er sich ausruhen kann. Vielleicht entfernst du auch den Raufkobold aus seiner Umgebung. Flüssigkeit ist wichtig und ich kann gerne später persönlich vorbeischauen, wenn du das willst und sobald ihr im Kapitol seid.“
"Creme....Creme", dachte sich Star und durch wühlte all die Medikamente die sie zusammengesammelt hatte. „Ich glaub, ich hab sie.“
Sie drehte die Packung in der Hand und las die Beschreibung auf der Rückseite genau durch. Sie entsprach dem, was Chris ihr vorgeschlagen hatte.

"Melde dich einfach wenn es soweit ist und halte mich auf den Laufenden, dann wird es ihm sicher bald besser gehen." Es war nett von ihm, dass er versuchte sie zu trösten und es erleichterte sie, dass er davon überzeugt schien, dass es Blight bald wieder besser gehen würde.
„Das hoffe ich auch.“, seufzte Star. “Ich finde es ist nicht normal, dass er so lange Ohnmächtig ist. Dieser Grobian, hat ihn wirklich hart erwischt. Aber vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für mich.“

"Wie ist es sonst so gelaufen? Hast du deine Tribute bekommen? Ich werde auf jeden Fall offizieller Sponsor!", erkundigte er sich. Vielleicht hatte er gemerkt, dass Star wegen Blight besorgt und sie nicht froh und munter wie sonst klang.
„Wie es gelaufen ist?“, fragte Star leicht sarkastisch.
"Wie mein schlimmster Albtraum, aber selbst in meinen Albträumen habe ich es mir nicht so schlimm vorgestellt. Ich hatte damit gerechnet, dass bestimmte Leute, ihre Drohungen wahr machen und nackt auf der Bühne herum tanzen könnten. Oder in das Mikrophon rülpsen, oder was weiß ich. Aber auf so ein ‚Desaster‘ hat mich niemand vorbereitet.“
Sie machte kurz eine Pause und in ihr kamen Erinnerungen an die Szene wieder hoch, wie Blight an Boden lag und Adrian über ihn drüber gebeugt stand.
„Aber du wirst es sowieso leider bald im Fernsehen sehen.“
Bei dem Gedanken, dass bald alle ihr erstes Mal als Betreuerin sehen würden, vor allem ihre Eltern, hätte sie sich am liebsten irgendwo unter der Erde verkrochen.
„Dass ich Johanna als Tributin bekommen würde, wusste ich ja schon und darauf war ich vorbereitet. Sie hat sich seltsam benommen, als ich sie aufgerufen hatte, aber sie war sicherlich nur nervös. Das Verhalten von Adrian Rumlow hingegen...“
Sie spuckte seinen Namen böse aus.
"War unentschuldbar und barbarisch. Ich weiß noch nicht wieso, aber ich werde es noch herausfinden, warum er nachdem sein Name gezogen worden ist, auf den armen Blight losgegangen ist. Ich würde gerne Adrian aus Johannas Umgebung entfernen, aber das ist leider leichter gesagt als getan. Er ist leider mein zweiter Tribut. Ich hätte mit allem gerechnet, aber das ich das Glück habe und Adrian bekomme, damit war ich echt nicht vorbereitet. Aber ich versuch mein bestes.“

Blights Frisur war ein wenig verrutscht und sah etwas unordentlich aus. Deswegen richtete sie seine Haare gerade, damit er wieder ordentlich aussah, danach stand sie auf und verließ mit dem Telefon den Raum. Dann fiel ihr wieder ein, was Chris noch gesagt hatte. „ Du möchtest Sponsor werden!?“, fragte Star glücklich. Ihre Stimmung hellte sich augenblicklich auf. „Das wäre wirklich super von dir. Du wärst sicherlich der erste und glaub mir, Johanna hat hundertprozentig gute Chancen. Sie wird dich nicht enttäuschen. Kommst du später zur Parade? Ich werde natürlich auf jeden Fall dort sein. Wir könnten uns treffen.“ Bei dem Gedanke, dass sie bald wieder daheim wäre, freute sie sich. Auch wenn sie nicht lange weg war, so kam es ihr vor als wäre sie eine Ewigkeit schon fort. Sie vermisste ihre besten Freundinnen und auch ihren Vater. Und sie hat auch nicht mit der schrecklichen Stimmung hier gerechnet.

„ Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder begegnen würden. Störe ich dich auch nicht gerade bei der Arbeit? Ich möchte dich nicht von deinen Patienten abhalten. Aber bestimmt ist deine Arbeit im Moment viel ruhiger als meine, oder?“
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