Die Klatschpresse
Bleibe auf dem Laufenden über das Liebesleben und mysteriöse Verwicklungen der Highsociety Panems


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Bahnhof des Kapitols

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Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Fulvia Cardew am Do 15 Mai - 15:36:31

Hier befindet sich der Bahnhof des Kapitols


Kapitol


Distrikt 1
Auto: 4 Stunden
Zug: 1,5 Stunden
Distrikt 2
Auto: 8 Stunden
Zug: 2,5 Stunden
Distrikt 3
Auto: 24 Stunden
Zug: 8 Stunden
Distrikt 4
Auto: 13 Stunden
Zug: 4,5 Stunden
Distrikt 5
Auto: 17 Stunden
Zug: 5,5 Stunden
Distrikt 6
Auto: 24 Stunden
Zug:  8 Stunden
Distrikt 7
Auto: 6 Stunden
Zug: 2 Stunden
Distrikt 8
Auto: 26 Stunden
Zug: 8,5 Stunden
Distrikt 9
Auto: 13 Stunden
Zug: 4,5 Stunden
Distrikt 10
Auto: 26 Stunden
Zug: 8,5 Stunden
Distrikt 11
Auto: 25 Stunden
Zug: 8,5 Stunden
Distrikt 12
Auto: 32 Stunden
Zug: 10,5 Stunden
Distrikt 13
Auto: 32 Stunden



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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Dr. Kieran Aurelius am Do 22 Mai - 9:13:06

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
20:55 Uhr
Dr. Kieran Aurelius & Gloss Ashton

Gloss reagiert auf meine Geschichte mit nichts weiter als einem Nicken, ansonsten betrachtet er mich nur distanziert. Langsam keimt in mir der Gedanke auf, daß er vielleicht gar nicht so beschränkt ist, wie es immer heißt. Wäre dem so, wäre er wohl mit irgendeinem dummen oder abwertendem Kommentar heraus geplatzt. Er wirkt zwar wütend, aber kontrolliert. Ich frage mich also, warum?
Wieder einmal stelle ich fest, daß es praktisch ist einen Doktor in Psychologie zu haben. Menschen verraten unterbewußt so unglaublich viel über sich, daß sie sich wundern würden. Gloss für seinen Teil wirkt distanziert, als ginge ihn all das hier gar nichts an. Er gibt sich überheblich, arrogant und dennoch posaunt er seine Erfolge nicht herum, wenn Snow nicht in er Nähe ist. Ich erinnere mich daran, daß er eine Schwester hat und es ist nicht schwer sich auszumalen, zu was Snow sie alles zwingt. Ebenso wenig scheint er begeistert darüber zu sein, daß ich ihm nun am Rockzipfel hänge und dennoch macht er keine Anstalten mich irgendwie weg zu sperren. Im Gegenteil, er läuft sogar in einem derartigen Abstand vor mir her, daß es mir ein Leichtes wäre einfach in der Menge unter zu tauchen und zu verschwinden. Allerdings will ich nicht wissen, was Snow dann mit ihm anstellen würde. Im Grunde genommen geht mich das auch nichts an, aber das hat er nicht  verdient. Ich weiß ja selbst nicht, was Snow sich davon erhofft mich nach Eins zu schicken.

Wir sind im Bahnhof angekommen und ein Blick auf die großen Anzeigetafeln verrät uns, daß der Zug nach Distrikt Eins erst in einer Stunde fährt. Genug Zeit um noch ein bisschen frische Luft zu schnappen und meine Annahme über Gloss zu verifizieren. "Ich habe draußen ein hübsches Bänkchen entdeckt und werde dort auf den Zug warten. Die Zeit in Snows verdammtem Kerker, hat mich die frische Abendluft ziemlich vermissen lassen. Keine Sorge, ich laufe nicht weg, aber ich würde mich freuen, wenn du mir Gesellschaft leistest. Ich war viel zu lang allein." Dann wende ich mich ab und betrete den Vorhof des Bahnhofs, wo ich mich auf die Bank sinken lasse. Der Marsch durch die Stadt und das Tempo das Gloss vorgegeben hat, hat mich geschafft. Es tut gut, wieder zu sitzen.


Zuletzt von Dr. Kieran Aurelius am Fr 23 Mai - 11:25:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Gast am Do 22 Mai - 20:41:04

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:10 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius


Ich schaue nochmal auf die Anzeigetafel. Muss das jetzt sein? Noch eine Stunde? Ich knurre mürrisch und kreuze meine Arme vor die Brust. Was soll ich denn jetzt noch eine Stunde hier machen?
Am Liebsten will ich jetzt wie fast immer mit meiner Schwester über Snow lästern oder über andere alberne Leute und Tribute.
Oder trainieren.
Ja, mit meinem Messer, das mir Cashmere geschenkt hat. Ich weiß noch genau wo ich es gelassen habe, bevor ich hier her gefahren bin. Es hängt an der Wand, wo alle meine Waffen hängen.
Ich hebe den Blick auf die Uhr.
Aber nein, ich muss ja hier sein. Nachts, auf dem Bahnhof des Kapitols, mit einem verlorenen Doktor. Was kann den jetzt noch schief gehen? Vielleicht kommt Katniss auch dazu, denke ich mürrisch.

Ich stehe ein paar Minuten so, bis ich höre wie Kieran sagt, dass er sich auf die Bank draußen hinsetzt und er sich über meine Gesellschaft freuen würde.
Wegen meiner sichtlich verschlechterten Laune, laufe ich entnervt und müde zur Bank und setze mich auf das andere Ende der Bank, gut ein Meter von ihm entfernt.
Wehe, er denkt jetzt, nur weil ich mit ihm unterwegs bin, dass ich sein neuer bester Freund oder so bin. Darauf habe ich nämlich keine Lust. Ich will meine Ruhe, meine Zielscheibe und mein Messer.
Ich gebe mir nicht mal die Mühe irgendetwas Bissiges zu Mr Aurelius zu sagen, ich bin einfach zu müde. Ich sehe in den Himmel. Er ist bereits dunkel und man sieht vereinzelt Sterne.
„Sagen Sie mal, wieso kommen sie jetzt eigentlich mit nach Distrikt 1?“ frage ich in die Stille. Ich sage es wie immer in dem kühlen und arroganten Ton, aber ich meine es ernst.
Wieso hat Snow ihn laufen lassen? Einfach so? Ich drehe meinen Kopf zum Doktor und sehe ihn an, während ich auf seine Antwort warte.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Dr. Kieran Aurelius am Do 22 Mai - 21:00:19

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:15 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius

Das erste Mal überrascht er mich, als er mich tatsächlich nach Draußen gehen läßt. Das zweite Mal überrascht er mich, daß er mir folgt; auch wenn er sich so weit wie möglich von mir entfernt auf die Bank setzt.
Ich schweige, laße ihn ein Gespräch beginnen, falls er möchte. Und wenn nicht, dann sitzen wir eben hier, bis der Zug einfährt und betrachten die Sterne und das Universum.

Doch die dritte Überraschung erlebe ich, als er mich fragt warum ich mit nach Eins will. Ja, warum eigentlich? Eins war nie meine Heimat und am liebsten würde ich meine Beine in die Hand nehmen und zu Petunia laufen. Weder sie noch ich haben Angst vor Snow und die alte Dame kann sich sehr gut allein verteidigen. Und wenn sie dafür jeden Friedenswächter über den Haufen schießen muß, er ihrem Haus zu nahe kommt.

Ich zucke bloß mit den Schultern. "Ich weiß auch nicht. Im Prinzip ist es mir egal, wo ich bin, solange ich Snow in seinen Allerwertesten treten kann. Also versuche ich rauszufinden, warum er mich hat gehen lassen und dann werde ich genau das nicht tun. Und warum würdest du mich einfach gehen laßen? Die Drohung in seiner Stimme war nicht zu überhören, wenn auch unausgesprochen."
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Gast am Do 22 Mai - 21:10:17

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:22 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius


"Ich weiß auch nicht. Im Prinzip ist es mir egal, wo ich bin, solange ich Snow in seinen Allerwertesten treten kann. Also versuche ich rauszufinden, warum er mich hat gehen lassen und dann werde ich genau das nicht tun. Und warum würdest du mich einfach gehen laßen? Die Drohung in seiner Stimme war nicht zu überhören, wenn auch unausgesprochen."

Ja, das Gefühl kenne ich. Snow in den Allerwertesten treten will ich auch mal. Aber heftig. Was er Cashmere antut ist einfach zu schrecklich! Sie ist doch keine Puppe, sondern meine Schwester!
Ich unterdrücke meine Wut auf Snow und antworte dem Doktor.
„Tu was du nicht lassen kannst, Doktor.“ Sage ich kühl und das Wort ‚Doktor‘ spucke ich förmlich aus.
Ich weiß, dass es nicht seine Schuld ist, was Snow macht und dass er eigentlich auch Opfer seiner Macht ist.
Im Grunde hat Kieran Recht. Jemand muss wirklich Snow in den Allerwertesten treten, ich kann ihn und das Kapitol nicht leiden.
Ich habe keine Lust weiter zu reden und belasse es dabei. Wenn er reden will, kann er ja Selbstgespräche führen, ich sehe einfach in die Sterne und warte auf den Zug.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Dr. Kieran Aurelius am Do 22 Mai - 23:55:41

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:30 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius

Gloss schweigt eine lange Weile und rät mir anschließend bloß zu tun, was ich für richtig halte. Nun, das werde ich wohl auch. Nur was halte ich für richtig? Ich würde gerne nach Hause. In mein richtiges zu Hause in Eins. Das Haus meiner Eltern. Allerdings nehme ich an, daß es bereits einer anderen Familie zugeteilt wurde. Dann wäre da noch mein Haus im Dorf der Sieger, das nun schon viele Jahre leer steht. Und ich könnte einfach aufstehen und gehen. Petunia finden oder einfach gänzlich untertauchen. Ich lehne mich auf der Bank zurück und hebe den Blick wieder gen Himmel. Ich hab früher immer gerne nach oben geschaut und mir vorgestellt, daß es dort einen Ort gibt, wo wir unsere Freunde und Verwandten eines Tages wieder treffen werden. Nun weiß ich, daß da oben nichts weiter als die unendliche Leere des Universums herrscht. Die vollkommene Gesamtheit der Dinge, die uns daran erinnert wie klein wir Menschen doch eigentlich sind. Nichtsbedeutend und leben nicht einmal so lang, wie ein Wimpernschlag des Kosmos. Es beruhigt mich, daß auch Menschen wie Snow eines Tages in diesem Nichts enden und nichts weiter sind als böse Erinnerungen, die nach ein paar Generationen bloß noch Geschichte sind. Und irgendwann wird aus Geschichte ein Mythos und aus Mythos wird Vergessenheit. Ja, bevor das Universum das nächste mal einatmet, wird Snow und alles was er errichtet hat, längst vergessen sein.

Ich senke den Blick wieder und betrachte den hell erleuchteten Eingang zum Bahnhof. Die vielen bunten Menschen, deren grelle Farben mir beinah in den Augen brennen, wusel geschäftig von A nach B. Jeder will in den angesagtesten Club oder die wildeste Party und am besten noch rechzeitig. Davon hatte ich in meinem Leben wahrlich genug und so leid es mir um Petunia ist, ich werde nicht hier bleiben. Also zurück nach Eins. Und dann? In mein Haus und vorgeben, als sei nichts geschehen? Darauf warten, daß Heavensbee mein Verschwinden bemerkt und mich höchstpersönlich am Kragen zurück ins Snows Kerker zerrt? Nein.

Ich beschließe das Schweigen noch einmal zu brechen. "Warum genau willst du eigentlich unbedingt zurück in diese Hölle, die man Hungerspiele nennt? Was erhoffst du dir davon, außer den Tod eines Geliebten Menschen?" 
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Gast am Fr 23 Mai - 17:55:05

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:37 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius


Lange sagen wir nichts mehr. Ich sitze auf der Bank und stütze meinen Kopf auf der Hand. Ich will nach Hause. In mein Haus, zu meinen Gewohnheiten und meinem Eigentum. Hier im Kapitol kommt mir alles so unecht vor. Die Leute sind wie widerliche, alberne, kleine Papageie, die sich total hübsch und angesagt finden, während sie sich Kleidungen aussuchen, als wären sie Farbenblind.
Und der Akzent! Ihre Sprache, ihre Gesten! Einfach zu Kotzen. Nein, lieber bin ich in eins, wo halbwegs alle normal sind.
Ich habe fast vergessen, dass jemand einen Meter neben mir sitzt, als Kieran nochmal die Stimme erhebt: "Warum genau willst du eigentlich unbedingt zurück in diese Hölle, die man Hungerspiele nennt? Was erhoffst du dir davon, außer den Tod eines Geliebten Menschen?"
Ich sehe ihn entrüstet an. Will der mich auf den Arm nehmen?
„Jemand muss doch mal die beiden bescheuerten aus 12, Katniss und Peeta zeigen wo’s lang geht. Ihr Sieg ist unwirklich verdient, sie haben sich mit Schauspielerei den Sieg errungen und kriegen deswegen auch noch Aufmerksamkeit und Ruhm! Das ist ja lächerlich! Außerdem, vermisse ich das Gefühl zu kämpfen und Spaß zu haben. Wenn nicht in der Arena, wo dann?“
Antworte ich wahrhaftig.  „Es würde mir eine Ehre sein ein zweites Mal meinen Distrikt vertreten zu dürfen.“ Ich mache eine Pause. „Die einzigen geliebten Menschen, die ich hier habe sind ich selber und meine Schwester. Aber ich denke nicht, dass Sie das verstehen werden Doktor. Sie haben ja Angst vor der Arena, oder nicht? Ein Karriero sind Sie keines Falls. Vielleicht verstehen Sie mich besser, wenn es um geliebte Menschen geht, weil Sie wie ich, fast niemanden haben. Oder irre ich mich?“ sage ich scharf. Mir wird das mit ‚einen geliebten Menschen‘ verlieren zu viel Gefühlsduselei.

Ich drehe dann einfach meinen Kopf weg und sehe zum Bahnhof. Wie lang ist es denn noch bis dieser verdammte Zug kommt?
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Dr. Kieran Aurelius am Fr 23 Mai - 18:25:48

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:45 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius

"Achso", mehr sage ich nicht.
Es ist überdeutlich, daß er nicht reden will. Aber ich amüsiere mich darüber, daß er mich für keinen Karriero hält. Wenn er wüßte. Aber gut, dann Schweigen wir eben wieder. Zunächst dachte ich bei seiner Antwort, daß es bloß das null-acht-fünfzehn Gefasel eines Karrieros ist, doch als er auf seine Schwester zu sprechen kam, war ich mir da nicht mehr so sicher. Auch wenn Distrikt Eins viele Sieger vorzuweisen hat, verstehe ich einfach nicht, warum er freiwillig in diese Hölle zurück will. Die Wahrscheinlichkeit ist viel zu groß, daß er gemeinsam mit seiner Schwester gehen wird. Wieso also? Ihm muß doch klar sein, daß nur einer diese Arena wieder verlassen wird. Wieso stellt er seine Ehre über das Risiko seine Schwester zu verlieren? Es wäre einfacher, wenn er mich gehen laßen würde, da ich nicht vorhabe, die Arena wieder zu verlassen. Ich könnte auf seine Schwester Acht geben, zumindest für eine Weile. Auch wenn ich aus der Übung bin und etwas eingerostet, sollte ich meine alten Tricks noch können. Mein Verstand ist meine beste Waffe, aber ich bin durchaus in der Lage Metall einzusetzen. Und den Skrupel zu Töten habe ich schon vor langer Zeit verloren. Nur nicht bei mir selbst. Und so könnte es einfach ein anderer erledigen und ich hätte endlich meine Ruhe.
Ich überlege tatsächlich einen Moment lang, Gloss den Vorschlag zu unterbreiten, entscheide mich schließlich aber dagegen. Er würde es nicht verstehen.

Ich deute auf die große Bahnhofsuhr. "Wir sollten zum Gleis. Der Zug kommt in zehn Minuten. Ich will auch nach Hause." Genau genommen will ich schlafen. Und zwar in einem richtigen Bett, nicht auf dem Boden einer Zelle. Aber fürs Erste reicht auch ein Sitz im Zug. Dann stehe ich auf und begebe mich auf den Weg Richtung Bahnhof.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Gast am Fr 23 Mai - 20:25:07

13. Juli im Jahre der 75. Hungerspiele
21:55 Uhr
Gloss Ashton & Dr. Kieran Aurelius


Der Doktor hat wohl verstanden, dass ich keine Lust habe und hält zum Glück den Mund. Zu viel Geschwafel kann ich auch nicht leiden.
Er erwähnt das der Zug bald kommen wird und wir losmüssen. „Jaja.“ Brumme ich unbeteiligt, stehe auf und marschiere zügig auf den Bahnhof zu. Mir ist es egal ob ich zu schnell bin oder ob Kieran mir überhaupt hinterher läuft.
Ich bin in Gedanken versunken. Cashmere war wirklich der einzige Mensch den ich noch vertrauen kann und den ich wirklich mag. Ich will in die Spiele, keinen Zweifel, aber was ist wenn sie ebenfalls rein muss? Dann sind wir beide drin und nur einer kommt raus.
Ich schüttele den Kopf. Wir haben so viele Sieger, sie wird bestimmt nicht gezogen. Außerdem, was soll’s? Es kommt wie es kommt. Was mach ich mir so viele Sorgen? Karrieros machen sich keine Sorgen!
Ich frage mich schon allmählich ob die Dämlichkeit des Doktors auf mich überschwappt? Scheint so. Ich seufze kurz und bringe mich wieder auf die Gedanken an mein Haus, mein Bett und meine heißgeliebte Waffenwand.

In der Ferne sehe ich wie der Zug heransaust.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Beetee Baxter am Mo 2 Jun - 0:06:24

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:18
Beetee


Schneller, er musste einfach schneller laufen! Großer Gott, er würde zu spät kommen!
Seine Oberschenkel brannten und Bäche von Schweiß liefen ihm die Stirn hinunter, doch das war ihm egal. Alles war ihm egal. Alles, was zählte, war rechtzeitig anzukommen.

„Na, Baxter? Was bringen dir deine dämlichen Erfindungen jetzt?“, dröhne Brutus' höhnische Stimme zu ihm herüber.
Beetee versuchte halbherzig sein Gesicht vor den Zweigen zu schützen, die ihm entgegen schlugen. Dabei ging es ihm weniger darum, weitere Kratzer zu verhindern, als freie Sicht auf das zu haben, was vor ihm passierte. Er durfte die Augen nicht schließen. Eine verrückte kleine Stimme in seinem Kopf sagte ihm, solang er nur hinsah, würde nichts passieren. So lange er sie im Auge behielt, konnte sie nicht sterben.

„Ich komme, Wiress!“, brüllte er so laut er konnte und hoffte, sie würde ihn hören, obwohl sie wahrscheinlich vor Schock und Angst ohnehin nichts wahrnehmen konnte. Sie war so weit weg und das Messer so dicht an ihrem Hals.
„Ich rette dich!“

„Und wie willst du das machen?“
Brutus gab ihr einen Tritt und sie fiel zu Boden. Er riss ihren Kopf an den Haaren nach oben und fuhr probeweise mit der Schneide ihre entblößte Kehle entlang.
„NEIN!“

Beetee lief noch schneller. Er konnte nicht mehr. Seine Lunge war am explodieren und dennoch schien er den beiden einfach nicht näher kommen. Der Boden unter seinen Füßen wurde matschiger und seine Schuhe wurden vom feuchten Untergrund angesaugt. Es wurde schwieriger voran zu kommen, jeder Schritt war ein Kraftakt und wurde von einem lauten Schmatzen des Schlamms begleitet.

Er rutschte aus und landete mit dem Gesicht voran im Dreck, tastete verzweifelt nach seiner Brille, ohne die er nicht einmal sehen konnte, was dort vorne passierte. Kaum hatte er sie behelfsmäßig gereinigt und wieder aufgesetzt sah er, wie Brutus ausholte.
„NEIN!“
Verzweifelt streckte er seine Hand aus, versuchte irgendwie an das Messer zu kommen, das völlig außer seiner Reichweite war.

„Bitte...bitte nicht! Bitte!“
„Zu spät!“
Das Messer schnitt so erbarmungslos und so tief in Wiress' Hals, das ihr Kopf nach hinten knickte, noch bevor ihr lebloser Körper zu Boden fiel.

„Nein!“, wimmerte er, krümmte sich im Schlamm zusammen. „Nein. Nein. Nein. Nein.“
„Du Versager, Baxter!“
„Nein. Nein. Nein.“
„Nicht einmal deine irre kleine Freundin kannst du beschützen!“

Beetee begann hemmungslos zu schluchzen und zu wimmern. Wiress war tot. Seine beste Freundin. Seine Seelenverwandte. Es wunderte ihn, dass die Welt nicht einfach explodierte und unterging.
Seine Welt war eben definitiv untergegangen. Verzweifelt gruben sich seine Finger in den weichen Untergrund. Er versuchte sich aufzuraffen, um sie zu rächen, aber alle Energie schien seinen Körper mit einem Schlag verlassen zu haben, er schaffte es gerade mal auf die Knie.

„Gute Arbeit, Mr. Cunningham!“, hörte er plötzlich Snows widerwärtige Stimme. Er war direkt hinter Brutus aufgetaucht, der darüber so aus dem Häuschen geriet, dass er wie verrückt im Kreis um den Präsidenten herumsprang.

„Wer war ein guter Junge und hat sein Herrchen glücklich gemacht? Ja, wer war ein guter Junge?“
Brutus klopfte aufgeregt mit dem Fuß auf den Boden und hechelte zufrieden, als Snow aus seinem Jackett ein Leckerli holte und es ihm in den weit geöffneten Mund warf.
Beetee war gerade dabei sich zu fragen, ob der andere Sieger von Jägerwespen gestochen wurde und was zur Hölle das Oberhaupt Panems hier zu suchen hatte, als ein Erdbeben die ganze Arena erschütterte und ihn wieder zu Boden warf.

Ängstlich versuchte er irgendwo halt zu finden, doch überall waren nur Matsch, Wasser und vereinzelt ein paar Grashalme. Und plötzlich...
„NEIN!“

Er fiel. Unter ihm hatte sich die Erde aufgetan. Er schlug um sich, versuchte sich irgendwo festzuhalten, doch er fiel immer weiter und weiter...


...bis er am Boden aufschlug und die Augen aufriss. Alles war schwarz. War er tot? War er unter der Erde? Er bekam schlecht Luft, strampelte verzweifelt mit Armen und Beinen bis der Polster von seinem Gesicht fiel und er sich irritiert umsah.

Er lag auf dem Boden. Sein Hinterkopf schmerzte. Sein Rücken brachte ihn um und der Zug pfiff laut, wie um ihn daran zu erinnern, wo er war. Die Bremsung als er in den Bahnhof eingefahren war, musste Beetee von der Sitzbank gerollt haben.
„Gottverdammtes Trägheitsprinzip!“, jammerte er, während er sich mühsam aufrappelte. Manchmal war die Physik einfach gegen ihn.

Hatte er wirklich die ganze Fahrt lang geschlafen? Das hatte er jetzt davon!
Er gähnte herzhaft und streckte sich, um seinen verspannten Rücken zu entlasten.
„Au!“
Half leider nicht wirklich. Er fuhr gleich wieder zusammen. Seufzend griff er nach seinen Werkzeugkoffern und sah zu, dass er aus dem Waggon kam, bevor er rausgeworfen wurde. Marina würde vermutlich schon auf ihn warten. Sie war immer so verlässlich und wahnsinnig pünktlich. Fast schon zu pünktlich, aber heute war es zumindest nicht seine Schuld, wenn er zu spät sein sollte.

Er warf einen Blick auf die Uhr. Nein, der Zug war ziemlich genau in der Zeit. Nur drei Minuten länger hatte er gebraucht als geplant. Da musste selbst ihre pflichtbewusste Betreuerin noch nicht ungeduldig sein. Obwohl sie sich ohnehin nie beklagte. Er bekam nur oft ein schlechtes Gewissen, wenn er im Nachhinein bemerkte, wie lange sie auf ihn warten hatte müssen. Diesmal nicht. Mit seinen Werkzeugen schwer bepackt, krabbelte er aus dem Zug und blieb gleich nach dem Ausstieg wie erstarrt stehen.

Keine Marina.
Nicht dort, wo sie sonst immer auf ihn oder Wiress und ihn wartete, um sie abzuholen. Verdattert blickte er sich um. War er etwa mit dem falschen Zug gefahren? Aber so hatten sie es doch ausgemacht gehabt. Genug Zeit, damit er heute und morgen ein bisschen in seinem Labor arbeiten und sich mit Mrs. Auburn wegen ihres dämlichen Aquariums treffen konnte.

Wo war dann seine Betreuerin?
Hatte sie ihn etwa vergessen? Er stellte die Werkzeugkoffer ab und platzierte seinen Hintern auf einem davon. Was sollte er jetzt tun? Natürlich konnte er eines der Taxis am Bahnhof nehmen und alleine ins Trainingscenter fahren, aber was wenn er Marina dann verpasste und sie wiederum hier auf ihn wartete? Wie ärgerlich, dass er kein Telefon dabei hatte. Alles was er dabei hatte, war sein Werkzeug, das Spiel und seine Uhr und mit der konnte er sich leider nicht direkt mit Marinas Telefon verbinden. Er hatte doch gewusst, dass er noch etwas Praktisches vergessen hatte, einzubauen.

Verloren irrte sein Blick am Bahnhof umher, während die Arbeiter um ihn herum begannen ihre Waren auszuladen und wegzubringen. Was wenn er hier jetzt übernachten musste?
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Beetee Baxter
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Marina Stonem (n.a.) am Mo 2 Jun - 21:33:06

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:35 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch


Dieses mintgrüne Kleid sieht furchtbar aus! Vielleicht liegt es an der Farbe, wahrscheinlich auch an den ganzen geometrischen Formen, die das ganze so abstrakt, so hässlich wirken lassen. Angewidert verziehe ich das Gesicht und wende mich von dem Spiegel in der Kabine ab. Das werde ich Plutarch auf keinen Fall zeigen, sonst muss ich riskieren, dass er schreiend davon läuft. Sofort schlüpfe ich aus dem Kleid, hänge es zurück auf den Bügel und betrachte die restliche Kleidung, die ich vorhatte anzuprobieren. Eigentlich habe ich keine Lust mehr und würde viel lieber mit Plutarch nach Hause gehen. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagt mir, dass es 10 vor halb sechs ist, eine passable Zeit um sich zu verabschieden. So könnte ich mich wenigstens noch frisch machen und einen Happen essen, ehe wir … „Beetee!“ Wie aus dem Nichts rufe ich erschrocken seinen Namen. Er kommt in ein paar Minuten am Bahnhof an und ich bin nicht da um ihn abzuholen! „Verdammt.“ Eilige renne ich aus der Kabine, gehe aber dorthin zurück als ich peinlich berührt feststellen muss, dass ich nichts weiter als Unterwäsche anhabe.
Schneller als der Blitz ziehe ich mir meine Sachen über, rufe Fulvia und Jack ein Tschüss und Wir müssen schnell los zu und ziehe Plutarch mit aus dem Laden.

Der Taxifahrer muss kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehen, so wie er schwitzt und anscheinend seine Gedanken nicht mehr ganz beisammen hat. Es kann womöglich an meinen lauten Zurufen liegen, in dem ich mehr befehle als bitte, dass er schneller fahren soll.
Angekommen am Bahnhof schmeiße ich ihm etwas Geld entgegen ohne es gezählt zu haben und stürze mit Plutarch im Schlepptau zu den Bahnsteigen. Mein Kopf schnellt die ganze Zeit hin und her auf der Suche nach Beetee. Und da ist er auch! Ohne auf jemand anderes zu achten, stürme ich auf ihn zu und drücke in fest an mich. „Beetee! Es tut mir so leid!“ jammere ich schon fast gegen seine Schulter. „Ich habe die Zeit aus den Augen verloren.“ Um nicht besser zu sagen, ich habe ihn wirklich vergessen. „Das wird nie wieder vorkommen, ich verspreche es.“ Vorsichtig löse ich mich wieder von ihm und lächle ihn entschuldigend an. „Weiß du Plutarch und ich …“ sofort schlage ich mir die Hand vor den Mund bevor ich etwas sage, dass weiter einen falschen Eindruck erweckt. Den hatte er wahrscheinlich jetzt, denn ich stand hier mit dem Obersten Spielmacher vor einem Tribut. Beetee wird sonst was denken und ich wünschte was, damit ich ihn aufklären oder zumindest eine gute Ausrede liefern kann. Doch stattdessen schaue ich abwechselnd zwischen Plutarch und Beetee hin und her. Ich bin ein wenig überfordert.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Plutarch Heavensbee am Mo 2 Jun - 22:05:55

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:35 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch

Müde und endlos genervt sitze ich auf einer Bank im Kaufhaus und warte darauf, daß Marina mir das gefühlt dreimillionste Kleid vorführt. Jedesmal lächle ich sie überzeugend an und meine Mundwinkel sacken sofort nach unten, sobald sie wieder in der Umkleide verschwunden ist. Nicht, daß ich sie nicht gerne anschaue, doch nach knapp sechs Stunden in dieser Hölle sind die bunten Farben einfach nicht mehr zum Aushalten! „Beetee!“ Ihre Stimme ertönt aus der Kabine und alarmiert springe ich auf. Ist er hier? Nein, unmöglich! Wie soll sie ihn von hinter dem Vorhang überhaupt sehen können? Ihrem Aufschrei folgt ein Fluch und plötzlich rennt sie aus der Umkleide. Meine Augen weiten sich. Sie hat nur noch ihre Unterwäsche an. Mr. Baxter muß ja einen gewaltigen Einfluß auf sie haben, stelle ich amüsiert fest und muß lachen. „Nanana, Süße, ist er so umwerfend, daß du dir bereits die Kleider vom Leib reißt, bevor er auch nur in der Nähe ist?“ Grinsend mustere ich sie und auch wenn ich es haße, so mit ihr reden zu müßen, recke einen Daumen nach oben.

In Windeseile hat sie ihr eigenes Kleid übergezogen und verabschiedet sich hastig von Fulvia und Jack, bevor sie mich vor die Tür zerrt. Nach ein paar Schritten habe ich herausgefunden, was sie so in Panik versetzt. Beetee Baxter kommt heute im Kapitol an, besser gesagt ist bereits angekommen, und Marina hatte versprochen ihn abhzuholen. Kurzum: Sie ist zu spät dran.

Dann schaue ich zu, wie sie sich tatsächlich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof machen will. Das kommt ja überhaupt nicht in Frage, daß ich mich gehetzt in dieser Stadt blicken lasse. Kurzerhand halte ich ein Taxi an und schiebe Marina sanft auf den Rücksitz, bevor ich neben ihr Platz nehme. „Zum Bahnhof“, weise ich den Fahrer an. Die gesamte Strecke über jammert Marina ihm die Ohren voll, daß er sich gefälligst beeilen soll und droht ihm alles Mögliche an, wenn er mal wieder an einer roten Ampel hält. Ich habe bereits am Anfang beschlossen mich da nicht einzumischen, sondern beobachte einfach das Schauspiel. Kaum sind wir angekommen, zieht sie Geld aus der Tasche und wirft es dem Taxifahrer hin. Ungeduldig hüpft sie von einem Bein auf das Andere, als ich etwas gemächlicher aus dem Auto steige und dem Taxifahrer erkläre, daß wir nie mitgefahren sind. Dann zieht sie mich zu den Gleisen. Kaum hat sie ihren Schützling entdeckt, stürmt sie auf ihn zu und umarmt ihn. „Beetee! Es tut mir so leid!“ Marina klingt so aufgebracht, daß man ihr einfach glauben muß. „Ich habe die Zeit aus den Augen verloren. Das wird nie wieder vorkommen, ich verspreche es. Weiß du Plutarch und ich …“, höre ich sie sagen und schlage mir innerlich die Hand an den Kopf. Panisch schaut sie zwischen mir und Beetee hin und her, ihre Miene wirkt verzweifelt. Also trete ich einen Schritt auf den Sieger zu und mustere ihn kurz.

„Plutarch Heavensbee, Oberster Spielmacher“, ich reiche Beetee die Hand. „Angenehm. Verzeihen Sie die Verspätung, Miss Stonen saß in einer Besprechung fest, woraufhin ich mich bereit erklärt habe, sie zum Bahnhof zu bringen. Ein Gast des Präsidenten soll eigentlich nicht warten müßen. Miss Stonen wird sich später für ihr kleines Mißgeschick verantworten.“ Ich bedenke Marina mit einem Blick zur Seite und ziehe kaum merklich einen Mundwinkel nach oben. Mir schwebt da bereits eine geeignete Strafe vor.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Beetee Baxter am Di 3 Jun - 14:58:54

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:35 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch

Sein Hintern tat ihm schon weh. Er hatte das Gefühl, schon seit Stunden hier zu sitzen, allerdings verriet ihm ein Blick auf seine Uhr, dass es angeblich weniger als zwanzig Minuten waren. Ungläubig tippte er mit dem Finger auf das Display. Vielleicht war das Ding ja kaputt.

Jetzt könnte er schon längst mit dem Werkzeug in sein Labor gezogen sein und ein bisschen an einem seiner zukunftsträchtigsten Projekte arbeiten, das leider immer noch in den Kinderschuhen steckte. Er träumte von Hologrammen, die man spüren konnte. Sie sollten automatisch Berührungsreize in der Haut auslösen. Etwas, das ihn bei seinem Schachspiel störte. Man konnte zwar die Figuren bewegen, aber man konnte sie nicht spüren, weder die glatte Oberfläche, noch das Gewicht in der Hand. Für ihn fehlte daher etwas und sein Würfel würde nie mehr als eine nette Reisespielerei sein. Außer er erzielte einen Durchbruch bei seinem Projekt und daran arbeitete er hart, wann immer er ein bisschen Zeit dafür erübrigen konnte und jetzt saß er stattdessen traurig auf einer kleinen Metallkiste wie bestellt und nicht abgeholt. Genau das, was er auch war.

Er zählte zum gefühlten hundertdreißigsten Mal die Waggons aller Züge, die sich am Bahnhof befanden. Ihm war so langweilig. Warum musste er hier warten? Er wollte in seinem Labor sein und arbeiten!
Kurz überlegte er ein Schachspiel mit sich selbst anzufangen, aber irgendwie fand er, es gehörte sich nicht, mit dem Geschenk für jemand anderen zu spielen. Außerdem spielte er nicht gern alleine. Da wusste er ja schon im Vorhinein, dass er verlieren würde. Natürlich gleichzeitig auch gewinnen, aber das Verlieren ärgerte ihn dabei jedes Mal mehr, als ihn das Gewinnen freute.

Aus Verzweiflung begann er die Steinchen, die sich um seinen Koffer herum befanden wegzukicken. Mit relativ mäßigem Erfolg. Manchmal traf er sie nicht einmal. Vielleicht sollte er seine Brille putzen.
Gerade als er sie abgenommen hatte und zu seinem Ärger mit dem Ärmel mehr Dreck daraufschmierte, als sie zu säubern, hörte er eilige Schritte auf sich zukommen. Endlich. Er sprang auf, um Marina zu begrüßen, die ihm sofort um den Hals fiel und halb niederriss.

Er konnte nicht genau hören, was sie sagte, weil er vor Schmerzen laut aufjaulte. Scheinbar wollte sie ihm jetzt auch noch den Rücken abreißen, nachdem sie ihn vergessen hatte. Doch irgendeine Entschuldigung dürfte bei ihren gestammelten Worten dabei gewesen sein, denn sie sah ihn etwas verlegen an.

„Schon gut…“, winkte er, immer noch ein bisschen nach Luft schnappend, ab und japste gleich ein zweites Mal, als er sah, wer hinter ihr auftauchte.
„Weiß du Plutarch und ich …“
Sie schlug sich die Hand vor den Mund. Scheinbar fand sie es ebenfalls erschreckend, den Obersten Spielmacher zu sehen, dabei hatte sie ihn doch offensichtlich selbst mitgebracht.

Allerdings nicht halb so erschreckend, wie er das fand. Erst wurde er zu Snow zitiert und jetzt stand plötzlich Plutarch Heavensbee vor ihm! Das konnte doch kein Zufall sein! Himmel, vielleicht wurde er jetzt schon in die Arena geschickt!

Gerade als ihm klar wurde, wie unlogisch diese Befürchtung war, da Spiele mit nur einem Sieger ziemlich langweilig wären – und er außerdem gewinnen würde, was wiederum positiv für ihn wäre – setzte Heavensbee zu einer Erklärung an.
„Plutarch Heavensbee, Oberster Spielmacher“ Beetee schüttelte wie betäubt seine Hand.
„Beetee Baxter.“, stammelte er. „Sieger Distrikt 3 und…Erfinder.“

„Angenehm. Verzeihen Sie die Verspätung, Miss Stonen saß in einer Besprechung fest, woraufhin ich mich bereit erklärt habe, sie zum Bahnhof zu bringen. Ein Gast des Präsidenten sollte eigentlich nicht warten müssen. Miss Stonen wird sich später für ihr kleines Missgeschick verantworten.“
Beetee spürte wie alle Farbe aus seinem Gesicht wich. Verantworten? Das war doch Kapitolssprache für bestraft werden. Bilder einer eingekerkerten oder zungenlosen Marina geisterten ihm durch den Kopf und er drängte sich kurz entschlossen zwischen seine Betreuerin und den Spielmacher.

„Nein, nein, das war ganz allein meine Schuld.“, beteuerte er. „Ich habe ihr die falsche Uhrzeit ausgerichtet. Irgendwie muss ich wohl durcheinander gekommen sein, da ich gerade intensiv mit einem Auftrag, den mir der Präsident vermittelt hat, beschäftigt war.“
Er bedachte Marina mit einem nervösen Lächeln bevor er wahrheitsgemäß fortfuhr.
„Miss Stonem ist die beste Betreuerin, die man sich als Mentor nur wünschen kann. Stets verlässlich, fleißig und äußerst verantwortungsbewusst.“
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Marina Stonem (n.a.) am Di 3 Jun - 18:37:50

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:40 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch


Es sollte wirklich nicht zur Gewohnheit werden, dass Plutarch jede Situation retten muss, die ich verbockt habe. „Plutarch Heavensbee, Oberster Spielmacher“ stellt er sich vor und reicht Beetee die Hand. Um Himmels Willen, warum kann er nicht einfach nur seinen Namen nennen, so schüchtert er Beetee doch bloß ein. „Beetee Baxter. Sieger Distrikt 3 und … Erfinder.“ antwortet er recht verhalten und ich kann ein kleines Schmunzeln nicht verbergen. Das wurde natürlich immer größer als Plutarch erklärte warum wir zu spät seien und er hier war. „[...] Miss Stonen wird sich später für ihr kleines Missgeschick verantworten.“ Und das wird sie sogar sehr gerne tun, denke ich, doch komme ich nicht dazu ein größeres Grinsen aufzusetzen, da mich Beetee’s erschrockener Blick daran erinnert, wer wir im Moment eigentlich waren.
Man sieht ihm deutlich an, was für Horrorszenarien sich in seinem Kopf abspielen und veranlassen ihn dazu, sich zwischen Plutarch und mir zu stellen. „Nein, nein, das war ganz allein meine Schuld.“ Behauptet er und lässt meine Kinnlade ein Stückchen nach unten sacken. Er beteuert meine Unschuld und zieht eine Strafe auf sich, die es in diesem Sinne gar nicht gibt. „Miss Stonem ist die beste Betreuerin, die man sich als Mentor nur wünschen kann. Stets verlässlich, fleißig und äußerst verantwortungsbewusst.“ Jetzt hat er es geschafft, jetzt läuft mir eine Träne von der Wange, da mich nicht nur seine Worte so berührt haben, sondern auch seine Entschlossenheit mich vor etwas zu beschützen.

„Beetee …“ Ich gehe einen Schritt auf ihn zu und lege ihm eine Hand auf die Schulter. „Du bist wirklich ein wahrer Freund und ich weiß zu schätzen, was du versuchst hiermit zu bezwecken.“ Meine Stimme ist leise und meine Augen stehen kurz davor in Tränen der Rührung zu ertrinken. „Aber glaube mir, es wird nichts schlimmes als ein paar Überstunden passieren. So herzlos sind wir im Kapitol nun auch wieder nicht.“ Lache ich und lasse somit ein paar Tränen fallen, die ich aber sofort wieder wegwische. Trotzdem wühle ich in meiner kleinen Handtasche nach einem Taschentuch um für einen Wasserfall vorgesorgt zu haben, doch fällt mir etwas anderes in die Hände. „Bevor ich es vergesse!“ Ich ziehe eine kleine weiße Tube hervor und halte sie Beetee hin. „Hier ist eine spezielle Salbe für deinen Rücken, wovon die Schmerzen weniger werden sollten.“ Zumindest hat mir der Apotheker versichert, dass es eine Wunderkur für verletzte Rücken sei. Hoffentlich behält er recht, ansonsten sehe ich mich gezwungen ihm die größte Predigt aller Zeiten zu halten. „Außerdem habe ich dir Kleidung besorgt, die dir heute Abend gebracht werden sollte.“ Dass Wiress mich deswegen extra angerufen habe, verschweige ich, da er es sich wahrscheinlich denken kann.

Kurz herrscht Stille und ich schaue Beetee einen Augenblick lang an. Wir haben uns seit den letzten Spielen nicht wirklich gesehen und dadurch merke ich jetzt, wie sehr ich ihn und Wiress vermisse. Intuitiv schmeiße ich mich wieder in seine Arme, dieses Mal aber darauf bedacht, seinen Rücken nicht zu sehr zu belasten. „Es ist so unglaublich schön, dich wieder zu sehen.“ Sage ich und löse mich wieder von ihm. Das Leben im Kapitol wirkt grau und fad, wenn die einzigen Freunde, die man hat nicht da sind.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Plutarch Heavensbee am Di 3 Jun - 22:37:26

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:40 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch

Beetee Baxter wirkt unruhig, als ich mich ihm vorstelle und bringt seine eigene Vorstellung nur mühsam heraus. Und auf meine Erklärung hin, daß Marina sich für ihr Verhalten verantworten muß, reißt er auf einmal seine Augen auf. „Nein, nein, das war ganz allein meine Schuld“, protestiert er sofort und ich muss unmittelbar Schmunzeln. „Ich habe ihr die falsche Uhrzeit ausgerichtet. Irgendwie muss ich wohl durcheinander gekommen sein, da ich gerade intensiv mit einem Auftrag, den mir der Präsident vermittelt hat, beschäftigt war.“ Mein Grinsen wird etwas breiter, amüsantes Kerlchen. „Nun, wenn das so ist, dann sollten wohl eher Sie sich dafür verantworten, oder? Immerhin mußte ich eine Besprechung im Palast frühzeitig beenden, damit Miss Stonem hier noch halbwegs pünktlich erscheint.“ Ich ziehe ihn ganz offensichtlich auf, aber er wirkt so nervös, daß ich einfach nicht anders kann.

Marina weint tatsächlich von Beetees Worten gerührt. Aufgrund unserer Gesellschaft jedoch vermeide ich es, ihr die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Vermutlich auf der Suche nach einem Tuch, kramt sie in ihrer Tasche, zieht allerdings eine Tube hervor. Sie erklärt Beetee, daß es ein Schmerzmittel sei und ihren Ausführungen entnehme ich, dass er sich scheinbar am Rücken verletzt hat. Ich warte, bis die Beiden sich ausführlich begrüßt haben, bevor ich mich wieder einmische. Sie haben sich immerhin lange nicht gesehen.
„Um auf Ihre anfängliche Erklärung zurück zu kommen, Mr. Baxter. Ich habe bereits gehört, daß sie Erfinder sind. Ihre Arbeiten werden im Kapitol hoch geschätzt. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Ihr Können für die Arena einzusetzen? Ich denke da zum Beispiel an die Telekommunikation. Es wäre von immensem Vorteil einen so fähigen Techniker, wie Sie es sind, im Team zu wissen.“ Wenn Beetee wirklich auf Seiten der Rebellion steht, wie Fulvia sagt, wäre es wirklich praktisch wenn er sämtliche Protokolle kennt und gegebenenfalls sogar Hintertürchen einbauen kann.

Mir fällt mit einem Schlag wieder ein, daß Marina und ich heute Abend zum Tanzen verabredet waren. Mist! Daraus wird ja nun wohl nichts. Es sei denn.... „Miss Stonem hatte sich bereit erklärt mich, für die kleine Unannehmlichkeit vorhin, heute Abend zum Tanzen zu begleiten. Es wäre mir eine Freude auch Ihre Gesellschaft genießen zu dürfen. Es sei denn, Sie möchten lieber direkt ins Trainingscenter. Oh, übrigens, es ist nicht mehr das Gleiche, wie in den vergangen Jahren“, plaudere ich in guter Kapitolsmanier drauf los, „wir haben für das Jubel-Jubiläum ein komplett Neues gebaut. Es ist zwar noch nicht ganz fertig, aber die unteren Etagen und somit auch Strickwerk Drei sind bezugsbereit. Unser Club ist jedoch auch sehr schön und dann könnten wir gemeinsam Spaß haben, was meinen Sie?“

Nachdem Beetee seine Entscheidung getroffen hat, machen wir uns auf den Weg. Noch einmal versuche ich mir Fulvias Worte in den Sinn zu rufen. Hat sie ganz sicher gesagt, daß er auf unserer Seite steht? Ich sollte mir wirklich mehr Notizen machen. Schlußendlich zucke ich kurz mit den Schultern und beschließe einfach mein Glück zu versuchen. Ich vergrabe die Hände locker in den Taschen und wende ganz beiläufig das Wort wieder an den Sieger. „Und, Mr. Baxter? Was gibt es Neues in Panem?“
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Beetee Baxter am Mi 4 Jun - 2:08:27

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:40 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch

„Nun, wenn das so ist, dann sollten wohl eher Sie sich dafür verantworten, oder? Immerhin mußte ich eine Besprechung im Palast frühzeitig beenden, damit Miss Stonem hier noch halbwegs pünktlich erscheint.“
Mittlerweile war Beetees Gesicht vollkommen blutleer. Ihm wurde schlecht. Die wollten ihn tatsächlich dafür bestrafen, dass er angeblich eine Spur zu früh im Kapitol angekommen war?!

„Aber...aber...es war ein wichtiger Auftrag...“, stammelte er verzweifelt. „...und nebenbei habe ich noch an einer revolutionären Beleuchtungsmöglichkeit für Bergwerke gearbeitet, die die Unfallgefahr drastisch verringern sollte und...es war doch nur eine Uhrzeit und...“
Was würde aus Wiress werden, wenn man ihn einsperrte? Marina würde bestimmt darauf achten, dass es ihr gut ging! Es war Zeit sich wie ein Mann zu benehmen. Er straffte die Schultern.
„aber auf jeden Fall bin ICH verantwortlich, also wenn Sie mich jetzt verhaften wollen, weil ich mich um eine halbe Stunde geirrt habe, während ich Hunderte von Wahrscheinlichkeiten, Widerständen und Für und Wider verschiedener Materialien gleichzeitig in meinem Kopf jonglieren musste – zum Wohle ganz Panems – dann tun Sie sich keinen Zwang an.“

Beetee streckte demonstrativ die Arme aus und hielt Heavensbee seine Handgelenke vor die Nase.
„Ruf bitte Wiress an.“, bat er Marina tapfer.
„Beetee …Du bist wirklich ein wahrer Freund und ich weiß zu schätzen, was du versuchst hiermit zu bezwecken.“ Nein, er würde das jetzt nicht zurück nehmen. Er konnte einfach nicht zulassen, dass Marina dafür bestraft wurde, weil sie ihn aus lauter Herzensgüte vom Bahnhof abholen hatte wollen. „Aber glaube mir, es wird nichts Schlimmeres als ein paar Überstunden passieren. So herzlos sind wir im Kapitol nun auch wieder nicht.“

Was?!
„Über...stunden?“, fragte er verdattert und ließ die Arme sinken.
„Aber Überstunden sind doch überhaupt keine Strafe.“ Er lachte ungläubig auf. „Wenn Überstunden eine zum Vergehen passende Strafe wären, dann würde ich ja ständig zu spät kommen!“

Langsam kam wieder Farbe in sein Gesicht, allerdings vermutlich ein bisschen zu viel, zumindest fühlten sich seine Wangen verdächtig warm an. Er hatte sich hier vor dem Obersten Spielmacher vollkommen zum Depp gemacht. Am liebsten wäre er im Boden versunken.
„Bevor ich es vergesse! Hier ist eine spezielle Salbe für deinen Rücken, wovon die Schmerzen weniger werden sollten.“
Die Erleichterung darüber ließ ihn seine Scham beinahe vergessen. Etwas gegen seine Rückenschmerzen. Er riss ihr begeistert die Tube aus der Hand und drückte ihr zum Dank einen flüchtigen Kuss auf die Wange. „Du bist eine Lebensretterin!“, versicherte er ihr. „Ich bin im Zug von der Bank gefallen. Seither kann ich kaum mehr gerade stehen.“

„Außerdem habe ich dir Kleidung besorgt, die dir heute Abend gebracht werden sollte.“
„Ernsthaft?“ Auf seinem Gesicht zeichnete sich erst Unglauben und dann Selbstzufriedenheit ab. „Das trifft sich total gut, ich hatte nämlich in meinem Gepäck leider keinen Platz mehr für Kleidung. Vielen Dank!“
Ha, er hatte doch gewusst, dass es komplett unnötig war, Kleidungsstücke einzupacken, wenn man ins Kapitol fuhr. In dieser seltsamen Stadt wurde man ja quasi unter Stoff begraben. Dagegen konnte man sich hier auf der Suche nach einer guten Lötlampe richtiggehend die Füße wund laufen.

Marina schloss ihn noch einmal in die Arme, diesmal allerdings sanfter, so dass sein Rücken nicht rebellierte und er sie anständig zurück umarmen konnte. Das war seine dritte Umarmung an nur einem Tag, wie er verblüfft feststellte. Definitiv rekordverdächtig.
„Es ist so unglaublich schön, dich wieder zu sehen.“
„Dich auch!“, erwiderte er wahrheitsgemäß. Das war es wirklich. Marina war so eine gute Freundin für Wiress und ihn, es war eine Schande, dass sie sich im Grunde hauptsächlich für scheußliche Anlässe sahen.

„Um auf Ihre anfängliche Erklärung zurück zu kommen, Mr. Baxter. Ich habe bereits gehört, daß sie Erfinder sind. Ihre Arbeiten werden im Kapitol hoch geschätzt.“
Beetee fuhr herum. Oh verdammt, der war ja auch noch da!
„Dankeschön!“, antwortete Beetee routiniert und wartete auf die weiteren Ausführungen. Diese Phrase kannte er zur Genüge. 'Seine Arbeit wurde hochgeschätzt' bedeutete fast immer, dass jemand sie genug schätzte, um sie ebenfalls anfordern zu wollen. Dabei hatte er mit dieser unheilvollen Verkündung zum Jubel-Jubiläum und Snows ominösen Abendessen doch ohnehin schon genug um die Ohren.

„Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Ihr Können für die Arena einzusetzen? Ich denke da zum Beispiel an die Telekommunikation. Es wäre von immensem Vorteil einen so fähigen Techniker, wie Sie es sind, im Team zu wissen.“
Für die Arena?! Für diese Arena?! Die, in die er vermutlich selbst geschickt werden würde?
„Ich...ich weiß nicht. Nur Telekommunikation?“, fragte er misstrauisch. „Also keine...direkten Eingriffe in die Spiele? Ich meine, ich möchte wirklich nicht kleinlich wirken, aber wenn man in der Arena von etwas, das man selbst erschaffen hat...“ Er suchte verzweifelt nach einem eleganten aber passendem Wort, gab aber schnell auf. Man konnte es einfach nicht anders ausdrücken. „platt gemacht wird, hat das schon irgendwie etwas Ironisches.“

Doch ein 'Nein' gab es im Kapitol einfach nicht. Besonders nicht, wenn man sich mit so hochrangigen Persönlichkeiten unterhielt. Der Kerl hatte wirklich Nerven! Lud ihn dazu ein, seinen eigenen Tod mit zu konstruieren.
„Aber wenn Sie sicher sind, dass Sie meine Hilfe brauchen, bin ich natürlich gern bereit, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“

Der wetterwendische Spielmacher brachte jedoch im nächsten Moment schon ein anderes Thema auf.
„Miss Stonem hatte sich bereit erklärt mich, für die kleine Unannehmlichkeit vorhin, heute Abend zum Tanzen zu begleiten.“ Okay, das war ein bisschen enttäuschend. Er hatte eigentlich gedacht, Marina würde ihm heute Abend in seinem Labor wenig Gesellschaft leisten und ihm erzählen, was es bei ihr Neues gab. Sie hatten sich immerhin eine ganze Weile nicht gesehen. Aber wenn sie das tun musste, weil sie die Sitzung unterbrochen hatte, war das in Ordnung. Sie konnten auch morgen reden, dann hatte er heute auch mehr Ruhe und Konzentration fürs Arbeiten.

„Es wäre mir eine Freude auch Ihre Gesellschaft genießen zu dürfen. Es sei denn, Sie möchten lieber direkt ins Trainingscenter.“
Alarmglocken schrillten in seinem Kopf los. Tanzen? Er? In so einem Lokal, in das Kapitoler abends gingen? Er?!! Das klang überhaupt nicht gut. Natürlich wollte er ins Trainingscenter und wenn sie es jetzt so umgebaut hatten, dass alles berüscht war und auf dem Kopf stand, das könnte ihn nicht weniger interessieren. Er wollte einfach in sein Labor und nicht in so...so einen...Schuppen!

Aber das hier war Plutarch Heavensbee. Der Oberste Spielmacher. Ein Mann, der unter Umständen sogar fröhlich an der Ernte mit manipulierte. Der Ernte, bei der vielleicht Wiress' Namen verlesen werden konnte.
„Sind das die angekündigten Überstunden?“, fragte er kleinlaut. Plötzlich klangen Überstunden doch nach einer Strafe. „Ich kann es kaum erwarten.“

Keine Minute später wurde er schon wie Schlachtvieh in Richtung Taxi verfrachtet, sein Werkzeug sollte mit einem anderen direkt ins Trainingscenter geschickt werden. Er wollte auch in sein Labor. Wieso durfte sein Werkzeug dorthin und er musste mit dem Obersten Spielmacher in einen Club gehen? Was sollte er überhaupt mit dem Kerl reden? Sie hatten nichts gemeinsam, abgesehen davon, dass Heavensbee den Ort plante, an dem er vielleicht sterben würde.

„Und, Mr. Baxter? Was gibt es Neues in Panem?“
Die Frage traf ihn so unvermittelt wie ein Blitz. Er?! Plutarch Heavensbee, der Meister der Arena? Er sollte in Kontakt mit Distrikt 13 stehen? Beetee hatte gewusst, dass die Rebellen allerlei Spione ins Kapitol geschleust hatten, aber in so einer Position? Vielleicht war es auch nur Zufall. Aber exakt dieselbe Formulierung...

„Ich weiß nicht, wie es im Rest von Panem aussieht...“, antwortete er gelassen. Er gab sich große Mühe seine Überraschung zu verbergen. Das hier war ganz normaler Smalltalk. Zumindest sollte es so klingen. „aber in Distrikt 3 herrscht im Moment reger Betrieb.“ Vor allem vor dem Justizgebäude. Und er selbst war auch mehr als bereit, sich einer Revolution anzuschließen, sollte tatsächlich der richtige Moment dafür gekommen sein. Allerdings gefiel es ihm nicht, andere dabei mit hineinzuziehen. Am wenigsten Wiress. „Einige Fabriken sind für den starken Andrang allerdings besser ausgerüstet als andere. Also nicht, dass nicht alle in der Lage wären, perfekte Ware zu produzieren.“, ergänzte er schnell. „ich habe nur Sorge – falls Sie meine bescheidene Meinung interessiert, dass das eine oder andere äußerst geschätzte und renommierte Unternehmen unter der Überbelastung zusammenbrechen und längerfristig geschädigt werden könnte.“
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Marina Stonem (n.a.) am Mi 4 Jun - 21:24:14

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:40 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch


Im Moment fühle ich mich unfassbar glücklich, da ich das erste Mal seit Verkündigung der Hungerspiele in eine gewisse Vertrautheit zurückkehre.
Obwohl Beetee und ich uns lange nicht gesehen oder gesprochen haben, scheint es als hätten wir uns nie getrennt. Nun stehen wir hier und ich lächle mein Glück geradezu heraus. „Um auf Ihre anfängliche Erklärung zurück zu kommen, Mr. Baxter. Ich habe bereits gehört, daß sie Erfinder sind. Ihre Arbeiten werden im Kapitol hoch geschätzt.“ Erschrocken fahre ich zu Plutarch herum. Ich hatte total vergessen, dass er ja auch hier ist. Beetee scheint es nicht anders zu gehen, denn er macht dasselbe Gesicht wie ich, was mich zum schmunzeln bringt, doch erstirbt es sofort als Plutarch seine nächsten Worte spricht. „Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Ihr Können für die Arena einzusetzen?“ Was? Diese Frage kann doch nicht wirklich sein ernst sein. Das ist so als würde man jemanden fragen, ob er sich selbst erschießen könnte. Zwar bezieht er sich nur auf die Telekommunikation, doch wer weiß, vielleicht ändert sich das noch. Zumindest scheint Beetee es genauso zu sehen und äußert dementsprechend seine Bedenken, wenn auch auf eine Art und Weise bei der ich erst einmal schlucken muss. Aber ich kann ihn jetzt nicht einfach ins offene Messer laufen lassen, schließlich ist er mein Freund! Also hole ich tief Luft um eine ausführliche Erklärung zu geben, warum es schier unmöglich ist Beetee mit einzuspannen. Doch schließe ich meinen Mund wieder, sobald er halb offen stand. Erst jetzt fällt mir auf, was Plutarch damit bezwecken will, zumindest habe ich da eine Vermutung. Wenn Beetee die Arena kennt, ist es einfacher für ihn dort wieder hinauszukommen, falls er gelost werden sollte. Das kann Beetee nicht ahnen und ich stehe kurz davor ihm die Worte in den Mund zu legen, doch scheint er sich genau richtig zu entscheiden. „Aber wenn Sie sicher sind, dass Sie meine Hilfe brauchen, bin ich natürlich gern bereit, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“

Glücklich über diese taktische Zusammenfügung lächle ich Plutarch, so wie ein guter Freund an. Doch scheint er mit seinen Gedanken schon zwei Schritte voraus zu sein.
„Miss Stonem hatte sich bereit erklärt mich, für die kleine Unannehmlichkeit vorhin, heute Abend zum Tanzen zu begleiten. Es wäre mir eine Freude auch Ihre Gesellschaft genießen zu dürfen.“ Ein wenig perplex schaue ich Plutarch an, da ich nur langsam verstehe, was hier vorgeht. Bei aller Liebe zu Beetee, den Abend würde ich gerne ohne ihn verbringen, denn auf diese Zweisamkeit hatte ich mich schon den ganzen Tag über gefreut. Aber Beetee scheint sich vor einem Nein zu fürchten, weshalb er zusagt, wobei man an seiner Bemerkung deutlich heraushören konnte, dass es mehr einer Strafe gleicht als ein Vergnügen.

Da wir uns nichts weiter zu sagen haben und Beetee schon lange genug am Bahnhof ist, beschließen wir sofort loszugehen.
„Und, Mr. Baxter? Was gibt es Neues in Panem?“ Plutarch lässt es wie einen gewöhnlichen Small Talk klingen und ich bin einigermaßen froh, dass Beetee ebenfalls locker an die Sache herangeht und sich darauf einlässt. Im gleichen Moment, wo er sich über Distrikt 3 und dessen Fabriken äußert, frage ich mich wie es wohl wäre, wenn statt seiner Wiress hier wäre. Bilder von einer nervösen Frau, die nicht so recht weiß, was sie sagen soll, schleichen sich in meinen Kopf ein und dieses Mal bin ich wirklich froh, dass sie in ihrem Distrikt geblieben ist.

Sobald Beetee verstummt, beschließe ich auch mal wieder etwas zur Konversation beizutragen und wende mich an Plutarch. Doch bin ich unsicher, da ich nicht weiß, wie ich ihn jetzt anreden soll. Am besten spiele ich auf der sicheren Seite. „Glauben Sie mir, Beetee weiß wovon er spricht. Es wäre ein riesiger Fehler nicht auf ihn zu hören.“ Beteure ich und hoffe, dass niemanden auffällt, dass ich ihm nur halb zugehört habe. Bevor jemand widersprechen kann, winke ich ein Taxi heran, worin ich auch sofort Beetee stopfe. „Aber über solche Dinge, wie eben kannst du heute nicht reden, falls dich eine Frau ansprechen sollte. Oder andersherum.“ Sage ich zu ihm, damit er sich seelisch und moralisch auf den Abend einstellen kann. Sobald ich die Tür vor seiner Nase zugeschlagen habe, gehe ich einmal um das Auto herum und versuche unauffällig dicht an Plutarch zu kommen. „Und du lässt dich heute überhaupt nicht ansprechen, wenn ich dabei bin. Ansonsten öffne ich dir das Fenster zur Hölle.“ raune ich ihm zu, ehe ich ebenfalls in das Taxiinnere schlüpfe.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Plutarch Heavensbee am Fr 6 Jun - 0:33:33

14. Juli im Jahr der 75. Hungerspiele
17:45 Uhr
Marina, Beetee & Plutarch

„Aber...aber...es war ein wichtiger Auftrag...“ Beetees Gestottere läßt mich noch etwas breiter Grinsen. Ach herrje, er ist so nervös! Nur die Tatsache, daß Marina neben mir steht und mir vermutlich den Kopf abreißen würde, läßt mich meine Zunge im Zaum halten. Seit Jahren ist mein komplettes Gebaren darauf gedrillt jede Schwäche meines Gegenübers auszunutzen und wenn sich Mr. Baxter hier so leicht aus der Fassung bringen läßt, wäre es ein leichtes Spiel. Aber anstatt weiter mit ihm zu spielen, höre ich mir einfach stumm seine Ausreden an. Erst als er mir seine Handgelenke hinhält kann ich nicht mehr an mich halten und breche in schallendes Gelächter aus. „Ruf bitte Wiress an.“ Ich halte inne und hebe stattdessen eine Augenbraue. Er meint das Ernst? Für einen Augenblick hatte ich geglaubt, er würde scherzen. "Laßen Sie gut sein, Mr. Baxter. So schnell stecken wir hier niemanden in den Kerker", winke ich mit der Hand ab und Marina klärt die Situation indem sie davon erzählt, lediglich ein paar Überstunden schieben zu müßen. Ich glaube, da hat sie nicht einmal so ganz Unrecht.

Während die beiden  sich unterhalten bin ich ein bisschen am Gleis auf und ab gelaufen. Als ich nach einer Weile jedoch wieder das Wort ergreife, fahren beide beinah ertappt zu mir herum. Schmunzelnd verschränke ich die Arme vor der Brust. Wie aus der Pistole geschossen, bedankt Beetee sich für mein Kompliment. Er scheint es öfter zu hören, nun, das wundert mich keineswegs bei seinem Talent. Ich fürchte nur, daß es im Kapitol allzu gern ausgenutzt wird. Wenn ich mich recht entsinne hat er vor neun oder zehn Jahren das unterirdische Leitungsnetz komplett neu entworfen, welches nun einen unkomplizierteren Transfer der einzelnen Sendungen ermöglicht hat. Daher ist es recht naheliegend, daß ich ihn auf die Kommunikation in der Arena anspreche. „Ich...ich weiß nicht. Nur Telekommunikation?“ Was soll die Frage? „Also keine...direkten Eingriffe in die Spiele? Ich meine, ich möchte wirklich nicht kleinlich wirken, aber wenn man in der Arena von etwas, das man selbst erschaffen hat... platt gemacht wird, hat das schon irgendwie etwas Ironisches.“ Wieder muß ich lachen, doch diesmal klingt es nicht ganz so überzeugend wie sonst. Wie Recht er doch hat. Jedoch fange ich mich sofort wieder und korrigiere meinen Gesichtsausdruck. "Nein, Nein. Nur das Kommunikationswesen. Wenn ich richtig in der Annahme gehe, daß Sie bereits das Sendungsnetz überarbeitet haben, würde ich ihre Mitarbeitet sehr zu schätzen wissen." „Aber wenn Sie sicher sind, dass Sie meine Hilfe brauchen, bin ich natürlich gern bereit, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“ Kurz runzle ich die Stirn, aber ich verstehe. Er stimmt lediglich zu, weil er glaubt 'Ja' sagen zu müssen. "Verstehen Sie mich nicht falsch, Mr. Baxter. Es war nur eine Frage, weil ich mir vorstellen könnte, daß wir zusammen in der Lage wären Großes zu bewirken, das noch lange im Gespräch sein wird. Außerdem kann ein bisschen zusätzliches Wissen nie schaden, oder? Für niemanden."

Als ich ihn später frage, ob er uns in den Club begleiten möchte, tue ich das nur aus einer Laune heraus, die ich mir selbst nicht ganz erklären kann. Eigentlich würde ich lieber mit Marina alleine sein, denn wenn sich herausstellt, daß Beetee noch von gar nichts weiß, verkompliziert sich der ganze Abend bloß wieder unnötig. Andererseits spuken mir nach wie vor Fulvias Worte im Kopf. Wenn ich mich doch bloß genau daran erinnern könnte! „Sind das die angekündigten Überstunden? Ich kann es kaum erwarten.“ Ich klatsche in die Hände. "Wunderbar", rufe ich in vollkommener Kapitolsmanier aus. Vielleicht sehe ich auch nur alles wieder viel zu schwarz und wir haben einen tollen Abend vor uns!

Die Sache mit der Rebellion und Beetees Überzeugung nagt am Ende so sehr an mir, daß ich es einfach riskiere und ihm die entscheidende Frage stelle. Einen, etwas zu langen, Augenblick herrscht Stille. Allein die Tatsache, daß er über die Frage nachdenkt anstatt einfach zu reagieren zeigt mir, daß er ihre Bedeutung kennt. Ich wusste es! Oder, naja, zumindest Fulvia wußte es. Dennoch kann ich mir ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen. „Ich weiß nicht, wie es im Rest von Panem aussieht... aber in Distrikt 3 herrscht im Moment reger Betrieb.“ Redet er etwa von Aufständen? Ich bleibe stehe und betrachte ihn eingehend, bevor er weiter spricht. „Einige Fabriken sind für den starken Andrang allerdings besser ausgerüstet als andere. Also nicht, dass nicht alle in der Lage wären, perfekte Ware zu produzieren. Ich habe nur Sorge – falls Sie meine bescheidene Meinung interessiert, dass das eine oder andere äußerst geschätzte und renommierte Unternehmen unter der Überbelastung zusammenbrechen und längerfristig geschädigt werden könnte.“ Verstehend nicke ich ihm zu, während ich darüber nachgrüble ob er nun das Kapitol mit renommiertem Unternehmen meint oder doch die Distrikte. Ich werde Fulvia dazu befragen. Wenn ich es mir merken kann. Gerade als ich den Mund öffnen will um etwas zu erwidern, mischt Marina sich ein. „Glauben Sie mir, Beetee weiß wovon er spricht. Es wäre ein riesiger Fehler nicht auf ihn zu hören.“ Perplex betrachte ich sie einen Moment lang, bis mir einfällt, was sie bezwecken will und lächle ihr zu. Ein ehrliches Lächeln, keines das dem Kapitol entstammt. "Alles in Ordnung Marina. Ich glaube, wir haben für heute genug so getan, als seien wir jemand anderes. Was halten die Dame und der Herr also davon, daß wir für eine Weile mal das Kapitol, Kapitol sein lassen und einfach zusammen einen gemütlichen Abend in diesem Club verbringen?"
Sofort winkt Marina ein Taxi herbei und verfrachtet Beetee auf den Beifahrersitz, nicht jedoch ohne ihm noch einen Ratschlag mitzugeben. Ich bin bereits einmal um das Taxi herum gelaufen, um mich hinter den Fahrer zu setzen, als ich überrascht feststelle, daß Marina zu mir kommt. „Und du lässt dich heute überhaupt nicht ansprechen, wenn ich dabei bin. Ansonsten öffne ich dir das Fenster zur Hölle.“ Anstatt ihr zu antworten, beuge ich mich einfach herab und küsse sie. Nur einen winzigen Augenblick später jedoch löse ich mich von ihr und schmunzele vor mich hin. "Ich hab dir versprochen, daß nur ich meine Hände an dir haben werde. Und verspreche dir hiermit, daß auch nur du heute noch deine Hände an mir haben wirst." Dann schubse ich sie sanft auf den Rücksitze und sitze mich neben sie. Ich kann jedoch nicht anders, als nach ihrer Hand zu tasten und sie zu umschließend. Und während ich sanft mich dem Daumen über ihren Handrücken streiche, weise ich den Fahrer an uns zum Club "Nightfever" zu fahren.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Starletta Mayflowers am Sa 27 Dez - 5:42:23

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
15:29 Uhr
Starletta und Brutus


Star kämpfte sich durch die vielen Menschen, die sich alle am Bahnhof versammelt hatten. Die Uhr zeigte 15:25. Die Ankuftszeit von Brutus Cunningham und seiner Mittributin Lyme Kilenc. Star kam an einem Marktstand vorbei, an dem sie Süßigkeiten verkauften. Sofort blieb sie wie angewurzelt stehen. Sie erinnerte sich wieder daran, was Blight vorhin im Zug gesagt hatte. Dass er die Desserts und Süßigkeiten aus dem Kapitol sehr schätzte. Sie kaufte eine große Packung Pralinen, extra nur für Blight. Sie hätte gerne für Johanna und Adrian auch etwas Süßes gekauft, aber die durften gar nicht so viel Naschen und außerdem wusste sie ja noch nicht, ob Adrian sich überhaupt brav benehmen würde.

Es versammelten sich immer mehr Fans von Distrikt 2 auf dem Bahnhof. Vor allem waren viele weibliche Fans hier anwesend und sobald die ersten den Zug erblickten, stieg der Geräuschpegel weiter an und es wurde sogar nur noch lauter, als Brutus Cunningham aus diesem Zug stieg. Ein paar der Damen fielen in Ohnmacht. Star versuchte sich durch zu drängeln, denn sie war auf einer wichtigen Mission. Sie hatte ihrer Mutter versprochen, ein Autogramm von Brutus zu besorgen. Star holte die Sammelkarte aus ihrer Tasche und begutachtete, das Foto. Früher waren ihre Mutter und sie zusammen große Fans von Brutus gewesen, aber seit den 74. Hungerspielen gab es für Star nur noch Peeta. Er war das perfekte Abbild ihres Traumprinzen. Sie schweifte kurz mit ihren Gedanken ab, doch das Geschrei der Frauen holte sie wieder zurück und sie konzertierte sich wieder auf ihr eigentliches Ziel.
„Lasst mich durch, ich bin Betreuerin.“ Sie versuchte zwar nur schamlos sich durch zu schmuggeln, aber es war ja nicht einmal gelogen. Man ließ sie schneller durch, bis sie endlich vor Brutus stand. Zuerst war sie überwältig davon, ihn einmal real anzutreffen und auch noch so nahe. Sie kannte ihn bis jetzt nur von Bildern und Fernsehen. Star konnte keinen richtigen Satz in ihren Kopf formulieren. ‚Komm schon Star,', feuerte sie sich selbst an.

„Oh… Mr Cunningham, meine Mutter ist so ein großer Fan von Ihnen. Könnte ich bitte, bitte ein Autogramm auf diese Karte haben?“ Dabei setzte sie einen Hundeblick auf, hielt den Kopf leicht schräg und hielt ihm die Karte und den Stift hin. „Früher haben meine Mutter und ich nie einen Sendung verpasst, wo sie auftraten. Ich bin die Betreuerin von Distrikt 7. Vielleicht sehen wir uns ja öfters in nächster Zeit.“, quasselte sie munter darauf los. „Meine Mutter und ich fanden immer, dass sie ein ganz besonderer Sieger sind. Niemand kann abstreiten, dass ihre Muskeln echt sind.“ Sie zeigte mit den Finger darauf. „Genau wie ihre Fähigkeiten im Kampf, die sind legendär gewesen.“ Star machte kurz eine kurze Pause. „Naja bis jetzt. Jetzt gibt es ja Peeta.“

Star setzte wieder einen verträumten Blick auf. „Peeta ist so lieb und aufopferungsbereit und würde alles für seine große Liebe machen.“, begann sie vor Brutus zu schwärmen. „So einen Kerl würde ich mir auch wünschen.“ Star würde nie auf die Idee kommen jemanden den Typen auszuspannen, aber in ihrem Kopf existierte ja schon ihr eiger Traumprinz. Leicht muskulös, braune Augen und natürlich durfte das weiße Pferd nicht fehlen auf dem er ritt.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Brutus Cunningham (n.a.) am Sa 3 Jan - 19:07:22

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
15:40 Uhr
Starletta Mayflowers und Brutus Cunningham

„Wir sind gleich da. Wir sind gleich da“, ruft unsere Betreuerin hibbelig und hüpft von einer Stelle zu der Anderen. „Jetzt reiß dich mal zusammen“, herrsche ich den Papagei an und postiere mich neben Lyme vor dem Ausgang.  Als sich die Tür öffnet und die Menge immer lauter meinen Namen schreit, zeige ich ihnen kurz mein bestes Grinsen und schlendere majestätisch den roten Teppich entlang. Ich genieße die Rufe in aller Ruhe und bin schon gespannt, wenn ich wieder nach meinen Sieg hier stehen werde. Mit Sicherheit werden die Rufe dann noch lauter sein. Ob es aber eine Steigerung gibt?, frage ich mich gerade selbst in Gedanken.
Plötzlich höre ich eine weibliche Stimme inmitten der Menge rufen, dass sie Betreuerin ist. Ich schaue mir das junge Ding genauer an, kann mich aber nicht genau erinnern, für welchen Distrikt sie zuständig ist. Sie muss anscheinend eine neue Betreuerin sein, weil sie garantiert noch nicht in meinem Bett gelandet ist.
Die Betreuerin schmuggelt sich ganz nach vorne bis ich sie höchstpersönlich aus der Absperrung heraushole und sie mir nun gegenüber steht. Gespannt schaue ich ihr in den Augen und warte darauf, dass sie endlich ihren Mund öffnet.
„Oh… Mr. Cunningham, meine Mutter ist so ein großer Fan von Ihnen. Könnte ich bitte, bitte ein Autogramm auf diese Karte haben?“, plappert sie plötzlich los und hält mir Bild und Stift hin. Mit einem Grinsen unterschreibe ich die Karte mit meiner besten Schrift und gebe ihr die Autogrammkarte zurück.
„Für meinen größten Fan immer wieder gerne“, sage ich und schenke der charmanten Betreuerin einen Handkuss. „Und falls Sie noch andere Dinge von mir benötigen, stehe ich Ihnen ganz zu Diensten“, zwinkere ich der Betreuerin vielsagend zu.

„Früher haben meine Mutter und ich nie einen Sendung verpasst, wo Sie auftraten“, plappert sie schließlich weiter.
Ihre Mutter schon wieder. Naja, aber erstmal werde ich mich wohl an die Tochter wenden, bevor ich mich an einem anderen Terrain wage. „Das freut mich zu hören. Ich hoffe doch, dass Sie auch Momente ohne ihre Mutter genießen können, oder?“, frage ich augenzwinkernd. „Schade, dass wir uns nicht schon vorher kennengelernt haben. Darf ich denn den Namen dieser wunderschönen Blume vor mir erfahren?“

„Ich bin die Betreuerin von Distrikt 7. Vielleicht sehen wir uns ja öfters in nächster Zeit“, beantwortet sie meine unausgesprochene Frage über den Distrikt und lässt mich  kurz auf das Thema Rumlow zu Sprechen kommen. „Das hoffe ich doch, meine Schöne“, lache ich und lasse sie an meinem linken Arm einhaken. „Wir haben viel zu besprechen über ein Bündnis zwischen mir und Adrian Rumlow. So einen Schlag während der Ernte, nur um wieder in die Spiele einzusteigen, öffnet ihm die Tore zu einem etwas längeren Leben unter den Karrieros. Ich hoffe doch, dass Sie später ein Treffen zwischen mir und seinem Mentor arrangieren können.“

Meine Gesprächspartnerin lenkt das Thema wieder zurück auf Anfang. „Meine Mutter und ich fanden immer, dass Sie ein ganz besonderer Sieger sind. Niemand kann abstreiten, dass ihre Muskeln echt sind. Genau wie ihre Fähigkeiten im Kampf, die sind legendär gewesen“
„Das sind sie immer noch. Sonst hätte ich mich nicht freiwillig gemeldet“, erinnere ich sie lachend und bugsiere die Betreuerin weiter Richtung Trainingszentrum. „Aber lassen Sie uns doch lieber in meinem Schlafzimmer weiter…reden, meine Liebe.“
„Naja bis jetzt“, schlussfolgert sie mit glasigen Augen, als ob sie meine Worte nicht gehört hätte. „Jetzt gibt es ja Peeta.“
Ohne es zu bemerken, bleibe ich blitzschnell stehen und starre sie ungläubig an. Sie redet doch wohl nicht über diesen Warmduscher aus Zwölf! Wie war noch sein Spitzname? Loverboy, richtig.  „Peeta ist so lieb und aufopferungsbereit und würde alles für seine große Liebe machen. So einen Kerl würde ich mir auch wünschen“, schwärmt sie einfach weiter und lässt mich jetzt schon Todesdrohungen gegenüber den Jungen im Kopf herumspuken.
Mit großer Beherrschung bugsiere ich die Kapitoldame immer weiter bevor noch Reporter Wind von dieser peinlichen Sache bekommt. Kurz vor dem Eingang zum Trainingszentrum wende ich die Betreuerin mir zu und spreche mit zischender Stimme.  „Ich denke, ich zeige dir meine Spielzeuge, wenn wir in meinem Schlafzimmer sind. Dann siehst du, was passiert, wenn du mit den großen Jungs spielst und was für Techniken ich dir beibringen kann. “
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Starletta Mayflowers am Mi 7 Jan - 13:30:01

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
15:40 Uhr
Starletta Mayflowers und Brutus Cunningham


Sie hakte sich bei Brutus Cunningham ein, während sie neben ihm herstolzierte. Wenn ihre Mutter das nur sehe könnte!
Sie wäre sicherlich stolz auf sie, weil sie mit so einer Prominenz Arm in Arm ging. Hoffentlich waren ein paar Reporter mit ihren Kameras in der Nähe. Vielleicht nahm ihre Mutter gleich auf, wenn sie ihre Tochter im Fernsehen sah. Und was ihr Vater dazu sagen würde. Und der berühmte Sieger unterhielt sich richtig mit ihr. Also nicht nur ein paar Sätze, sondern wirklich ein ernstes Gespräch.
Schaden nur, dass es nicht Peeta war sondern Brutus. Aber trotzdem, das verdankte sie dem Umstand, dass sie ihrer Mutter ein Autogramm beschaffen wollte!
„Ein Bündnis mit Adrian?“, Star war verwundert, dass Brutus anscheinend so begeistert von ihm war. Aber es war eine super Sache, wenn Brutus ein Bündnis mit einem ihrer Schützlinge haben wollte.
„Sicherlich wäre Adrian begeistert ein Bündnis mit Ihnen einzugehen, Mr. Cunningham. Zumindest kann er sich sehr geehrt fühlen und natürlich werde ich ihm sofort davon berichten, wenn ich ihn sehe. Ich habe sowieso noch vor der Parade bei ihm vorbei zu schauen.“
Adrian würde sich bestimmt wie ein Kleinkind darüber freuen und Star freute sich, wenn sie sich vorstelle, wie er vor Begeisterung strahlen würde. Dann hätte sie es geschafft ihm ein Lächeln auf sein bockiges Gesicht zu zaubern.

Sie war kurz abgelenkt gewesen und merkte gerade noch wie Brutus etwas über seine Muskeln geredete hatte. „Das sind sie immer noch. Sonst hätte ich mich nicht freiwillig gemeldet“, er lachte kurz und legte seine Hand an ihren Rücken, dann verstärkte er den Druck, als hätte er es auf einmal eilig. Dabei fühlte sie nebenbei seine Armmuskeln und musste feststellen, dass sie wirklich echt waren. Ihr Vater hatte behauptete, dass Brutus die wahrscheinlich mit einer Luftpumpe aufpumpte, da diese Dinger in seinem Alter niemals natürlich sein könnten. „Aber lassen Sie uns doch lieber in meinem Schlafzimmer weiter…reden, meine Liebe.“

‚Warum Schlafzimmer? ‘, dachte sich Star. Ein Schlafzimmer war doch ungemütlich zum Reden. Meistens war ja nur ein Bett vorhanden und Gespräche im Liegen zu führen war  mühsam und seltsam. Da konnte man sich auch nicht in die Augen sehen. Ein Wohnzimmer, wäre da viel Praktischer. Aber sie dachte nicht weiter darüber nach. Sie merkte auch zuerst gar nicht, das Brutus stehen blieb, als sie angefangen hatte von Peeta zu reden. Erst als sie einen Ruck spürte an ihren Arm, sah sie, dass er stehen geblieben war und bemerkte seinen Gesichtsausdruck.
‚Oje jetzt habe ich ihn beleidigt und traurig gemacht, weil ich nur von Peeta schwärmt habe. Wie taktlos von mir. Meine Mutter würde mich sofort tadeln dafür. ‘, dachte sich Star beschämt. Sie hatte ihn ganz bestimmt nicht kränken wollen und hoffte, dass er nicht anfangen würde zu weinen. Man sagte ja auch, dass Männer mit einer harten Schale meistens einen sehr weichen Kern hatten.

Deswegen tätschelte sie Brutus leicht am Arm und versuchte ihn zu trösten. „Keine Angst, für meine Mutter sind sie noch immer 'Ihr persönlicher Sieger der Sieger für alle Ewigkeiten.' Und für mich sind sie ja trotzdem etwas Besonderes auch neben Peeta …und Adrian ..und Johanna und Blight natürlich.“
Er nahm sie wieder am Arm, ging eilig weiter voran und blieb erst kurz vorm Eingang des Trainingscenters stehen. „Ich denke, ich zeige dir meine Spielzeuge, wenn wir in meinem Schlafzimmer sind. Dann siehst du, was passiert, wenn du mit den großen Jungs spielst und was für Techniken ich dir beibringen kann. “ 

Spiele. Brutus wollte mit ihr spielen. Oh Star liebte Spiele. Sie hatte so ziemlich alles zu Hause, was der Markt momentan zu bieten hatte und spielte ihr Leben gerne. 'Kapitolopoly' und 'Vier Gewinnt' und der Klassiker 'Sieger ärger dich nicht'. Und sie verlor selten. Immer verlor ihr Vater. Der schien einfach Pech bei Brettspielen zu haben. Das würde bestimmt lustig werden.
„Ich liebe Spiele. Da hätten wir bestimmt eine Menge Spaß miteinander. Ich gewinne immer, da müssen Sie sich schon besonders anstrengend mich zu bezwingen. So schnell liege ich nicht am Boden.“, prahlte sie. „ Ich kenne auch viele Techniken, vielleicht kann ich Ihnen ja auch noch etwas beibringen.“

Auch wenn sie ein Mädchen war, kannte sie trotzdem viele dieser großen Spiele, die nur Jungs spielten. Wie Tribute versenken, was natürlich immer besonders populär war, in Zeiten, in denen die Hungerspielen liefen. Jeder hatte 12 Personen, in den jährlich erscheinenden Versionen der Spiele, natürlich mit den Namen der jeweils aktuellen Tribute. Man versteckt sie auf seinem Spielfeld und dann muss man die Tribute auf dem Spielfeld des Gegners schneller versenken, als der Gegner die eigenen entdeckt hatte. „Also ich würde liebend gerne ein wenig mit Ihnen Spielen!“
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Brutus Cunningham (n.a.) am Mi 11 Feb - 18:45:56

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
15:45 Uhr
Starletta Mayflowers und Brutus Cunningham

Der Gesichtsausdruck meiner Gesprächspartnerin verändert sich zu einem Lächeln, als ihr ihr das einmalige Angebot unterbreite, eine gemeinsame Nacht zu verbringen. Leicht tätschelt sie mein Oberarm. Um zu fummeln, muss sie ihre Hand aber abwärts bewegen, denke ich mir gerade. Aber das scheint ihr wohl nicht durch den Kopf zu gehen.

„Ich liebe Spiele. Da hätten wir bestimmt eine Menge Spaß miteinander“ , entgegnet sie und sieht mich mit großen Augen an. Das Mädchen ist ganz schön raffiniert. Erst das kleine Mauerblümchen vorspielen und sich dann die beste Chance ergreifen. Mit einem Grinsen antworte ich ihr. „Dafür garantiere ich.“
„Ich gewinne immer, da müssen Sie sich schon besonders anstrengend mich zu bezwingen. So schnell liege ich nicht am Boden“ , flirtet meine Partnerin weiter und scheint schon in Gedanken an später zu sein. „Ich kenne auch viele Techniken, vielleicht kann ich Ihnen ja auch noch etwas beibringen“
Es scheint, als hätte ich den Hauptpreis mit diesem Mädchen gewonnen. Ich hoffe nur für sie, dass sie mich nicht enttäuschen wird. Es würde ihr Leid tun.
„Dann überraschen Sie mich nach der Parade“, gebe ich meiner Partnerin grinsend Bescheid. „Kommen Sie heute Abend nach der Parade zur zweiten Etage. Ich werde Sie dort empfangen.“ Mit einem letzten Handkuss verabschiede ich mich von ihr und unsere Wege trennen sich vorerst.
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Re: Bahnhof des Kapitols

Beitrag von Starletta Mayflowers am Sa 14 Feb - 21:04:57

18. November im Jahr der 75. Hungerspiele
15:45 Uhr
Starletta Mayflowers und Brutus Cunningham

„Kommen Sie heute Abend nach der Parade zur zweiten Etage. Ich werde Sie dort empfangen.“ Er schenkte ihr einen Handkuss, dann verabschiedetet er sich von ihr. Star war sich sicher, das Brutus zu der Sorte Männer gehörte, die eine harte Schale, aber eindeutig einen weichen Kern hatten. Und er war ein Gentleman. Adrian konnte sich von ihm ruhig etwas abschneiden.

Doch plötzlich fiel ihr wieder etwas ein. Sie konnte sich heute Abend nicht mit Brettspielen beschäftigen. Sie war ja mit ihrem Vater zum Abendessen verabredetet. Sie hatte in letzter Zeit überhaupt keine Zeit für ihn gehabt. Das konnte sie daher leider nicht einfach so verschieben. Obwohl sie Stöckelschuhe anhatte, lief sie Brutus schnell hinterher und war froh ihn noch einholen zu können. Zum Glück war er dieses Mal nicht umzingelt von weiblichen Fans.
"Mr Cunningham. Mr Cunningham! Es tut mir Leid, dass ich sie noch einmal stören muss. Leider kann ich heute Abend nicht kommen. Ich habe schon eine Verabredung, die ich leider nicht absagen kann. Ich habe das total vergessen. Aber wir können den Abend auf morgen verschieben. Morgen Abend hätte ich fix Zeit und ich verspreche zu kommen. Mein Ehrenwort.“
Sie lächelte ihn entschuldigend an. Hoffentlich war er nicht sauer oder enttäuscht. Nicht das er glaubte, sie wollte sich gar nicht mit ihm treffen.

„Morgen nach dem ersten Training komme ich. Ich gebe ihnen mein Wort und nachdem Training tut ihnen die Abwechslung sicherlich auch gut. Ich werde auch auf jedenfalls Adrians Mentor zu ihnen schicken, wegen der Antwort auf ihr Angebot. Also bis morgen.“
Sie gab ihm kurz nochmal die Hand und entschuldigte sich noch einmal für die Unannehmlichkeiten. Dann stieg sie in den Aufzug und fuhr in den 7. Stock und machte sich auf in das Zimmer von Blight. Sie dachte, dass er vielleicht Hilfe beim Aussuchen der Kleidung für die Parade brauchen konnte.
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